Meine MV3 DDR Röhrenverstärker

Alles über Tests und Versuchsaufbauten mit Licht (inkl. unsichtbarer Strahlung) und Hochspannungs- oder Hochfrequenzversuche.

Meine MV3 DDR Röhrenverstärker

Beitragvon Leonröhre » Donnerstag 20. September 2018, 20:27

BildServus Forengemeinde,
Heute möchte ich euch einen Selteneren, beinahe vergessenen Verstärker zeigen, und es ist kein gewöhnlicher. Es ist ein-nein, es sind zwei Röhrenverstärker von den VEB Klingenthaler Harmonikawerken in Sachsen, DDR. Bekommen habe ich sie zu meinem 14. Bild
Vorsichtig habe ich die Verdeckbleche gelöst (das war nicht so einfach, erst am falschen Blech gezerrt)
Bild
Vorsichtig wurden die Verdeckbleche gelöst, der Verstärker läßt sich als ein ganzes aus dem Gehäuse herausziehen. Die Röhren sind Original DDR Ware.

Dann habe ich ganz vorsichtig Saft drauf gegeben, womit ich nicht gerechnet hatte, war, daß sie funktionierten. Bild
Schönes "glühen" der Röhren.

Dann habe ich die Elyt kondensatoren ausgelötet und durchgemessen, 2x 30 uF. Aber es sollten 50uF sein und es hat gebrummt im Lautsprecher... Also raus damit und provisorisch einen 220 uF und einen 100 uF eingelötet, der Originale Elyt-Kondensator wartet auf seine Neubefüllung.( Beim Auslöten muß aufgepaßt werden, daß sich die Lötbahn von der Platine nicht trennt, bei einem meiner Verstärker wurde eine solche Leiterbahn geflickt. Vieleicht läßt sich so ein Platinenlayout, daß exakt so wie das alte ist, erstellen und dann Ätzen. ) Jedoch ist es bei diesem Verstärker normal, daß man einen kleinen Netzbrumm vernehmen kann,
er entsteht, da der Ausgangsübertrager und der Netztransformator nicht um 90' versetzt sind um die Streuung zu vermindern, der Brumm ist aber kaum hörbar.Bild
Der Altersbedingt zu schwache Elyt-Kondensator 2x50uF, der aber nur 2x30 uF hatte.


Es handelt sich bei diesen Verstärkern um welche mit der EL84 in der Endstufe, in Gegentaktschaltung. Durch die Gegentaktschaltung zweier EL84 Endpentoden können bei dieser Schaltung 10-12,5 W erreicht werden, bei 4% Klirrfaktor, bei Ultra-Linear-Gegentakt-Schaltungen können 15-18, unter Ausnutzung aller Parameter 20W! erreicht werden,auf Kosten der Röhrenlebensdauer. Ferner besitzten die MV3 Verstärker eine Gegenkopplung, die den Klirrgrad verkleinert und das Frequenzspectrum verbessert. Außerdem bietet die Gegenkopplung einen Schutz, falls das Lautsprecherkabel abfällt o.ä. Bei mir habe ich noch einen Kokelwiderstand eingebaut, 100Ohm, er sollte c. a. 15 mal größer sein als die Impedanz des Lautsprechers, bei 6 Ohm Lautsprecherimpedanz also 90 Ohm, ich wähle den nächsten Wert, 100 Ohm. Der Verstärker besitzt zwei Eingänge, mit unterschiedlicher Empfindlichkeit.
Einmal 100 mV (Tonbandgerät, Handy) mit ECC83 (Doppeltriode)
Einmal 30mV (Plattenspieler, Mikrophon) mit der Rausch- und Klingarmen Pentode EF86

Bei Verstärkern ohne Last am Ausgang kann bei aus Steuerung durch die hohe Frequenz die Induktionsspannung so hoch werden, daß der Ausgangsübertrager durchschlägt. Als Schutz finden auch Dioden Parallel zur Primär Wicklung des Ausgangsübertragers in Sperrichtung einsatz


Der eine Verstärker wird jetzt als - wie sollte es anders sein-, als Verstärker benutzt, es ist sozusagen meine neue Musikanlage.
Bild
Das Mikrophon ist auch noch aus DDR Zeizen, von RFT hergestellt worden.

Bild

MV3 Verstärker auf einem Lautsprecher der 90er Jahre, Frequenzgang 30-c.a.16000Hz, 70W Musik. Leider sind die Sicken fast gänzlich verfallen. Das macht sich mit einem rumpelnden, krachenden Ton störend bemerkbar .
Lg Leonröhre
Suche alte Starter aus Metall ,insbesondere von Polam,Polamp und Telamp , und alle alten Leuchtstofflampen :sm040:
Leonröhre
aktives Mitglied
 
Beiträge: 327
Registriert: Freitag 1. August 2014, 20:47
Wohnort: München,Bayern

Zurück zu Bastelecke

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste