(2.Wiederherstellung) Kohlebogenlampe - X-TremeBass

Alles über Tests und Versuchsaufbauten mit Licht (inkl. unsichtbarer Strahlung) und Hochspannungs- oder Hochfrequenzversuche.

(2.Wiederherstellung) Kohlebogenlampe - X-TremeBass

Beitragvon Glasei » Samstag 16. April 2011, 10:30

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 0:11
rigo

Die Mehrzahl der Bilder fehlt leider. :gcry:

Kohlebogenlampe

X-TremeBass

Als kleines Projekt hab ich angefangen, eine Kohlebogenlampe zu bauen.Dazu hab ich in älterer Literatur nachgelesen, wie man diese früherbetrieben hat. In einem Elektrotechnik-Buch von 1911 sind gute Infos enthalten. Hier zwei kurze Videos.Im ersten Video sieht man den Versuchsaufbau, wie der Lichtbogen zwischen denKohlestiften zündet und brennt:

http://www.youtube.com/watch?v=-BEzbN-UkhQ

Im zweiten Video sieht man, wie im fokussierten Lichtstrahl Papier feuer fängt,und ein schwarzes Loch in eine Spanplatte gebrannt wird!
http://www.youtube.com/watch?v=28q-Mj05Adw

Die Kohlebogenlampe wird wie in der Darstellung unten zusammen mit einem 35 cmHohlspiegel aus einem Kinoprojektor betrieben. Der Spiegel hat zurDurchführung eines Kohlestiftes extra ein Loch:

Bild

Und so sieht der Versuchsaufbau aus. Auf diesem Bild noch mit provisorischerStromzuführung. Der Spiegel wurde in einen Aluprofilrahmen montiert:



Als Trafo verwende ich einen kräftigen Regel-Trenntrafo:


Vor und nach den Trafo werden Drosseln zur Strombegrenzung geschaltet:



Dieser speist einen Brückengleichrichter aus Einzeldioden,mit einer max. Belastbarkeit von 100 V / 100 A. Die Strombelastbarkeitwurde etwas höher gewählt, damit nicht gleich beim ersten Kurzschluss alles durchbrennt.



Bei AC-Betrieb leuchten beide Kohlestifte, bei DC hingegen nur die positive Kohle.
Die positive Kohle richtet man deshalb auf den Spiegel, um so fast das gesamte erzeugteLicht projezieren zu können.



Der Schalter ist ein original alter Hebelschalter mit offenen Schaltmessern."Zugelassen" bis 500V 60A, aber ich möchte dann ehrlich gesagt nichts mehrmit umschalten



Beim Schalten spannt sich erst eine Feder, und zieht das Schaltmesser dannschlagartig zurück, damit der entstehende Lichtbogen abreisst:









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X-TremeBass

Hier hab ich den Lichtstrahl mit etwas Spray sichtbar gemacht.
Bei etwa 40 VDC und 20 A ergibt sich ein schöner, stabiler Lichtbogen, der einer Punktlichtquelle sehr nahe kommt. Optimal für eine Projektion mit dem Hohlspiegel!





Für die Anwendung z.B. als Skybeamer darf man den Fokuspunkt natürlich nicht knapp vormSpiegel einstellen, der müsste dann im Unedlichen liegen.Ich denke, da lässt sich ein fast perfekter, parallel verlaufender Strahlin den Himmel rausholen!



Hab eine ganz simple aber effektive Halterung für die Kohlestifte gebastelt.Natürlich könnte man versuchen was professionelleres in der Firma an Dreh/Fräsmaschineherzustellen, da hab ich aber jetzt keine Zeit für. Ein Kupferrohrstück, der Länge nach aufgeschnitten. Dazwischen kommt derKohlestift, geklemmt von Schlauchschellen.Die Halterung aus Kupferrohr ist gleichzeitig die Stromzuführung:







Hitzefest, und gleichzeitig verdeckt es wenig aktive Fläche vom Spiegel.



Was jetzt noch fehlt, ist eine automatische Regulierung vom Kohleabbrand.D.h. die Stifte müssen sehr langsam motorisch aufeinander zubewegt werden.Mit einer kleinen SPS,z.B. Siemens Logo, könnte man über einen Analog-Eingang den fließenden Strom abfragen. In diesem Fall 20 Ampere.Man müsste ein Programm schreiben, das einen Getriebemotoransteuert. Ist der Strom >20A, müssen sich die Kohlen voneinanderwegbewegen, ist der Strom <20A, müssen sich die Kohlen aufeinanderzubewegen.



Hier sieht man nochmal die Kohlespitzen. Links die Negative, die brennt spitz zu.Rechts die Positive, sie brennt zu einem kleinen Krater:



Ein Nachteil ist die Asche, zu der die Kohle verbrennt:



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IngoZ

Hallo !

Ein gewohnt genialer Versuchsaufbau mit fantastischem Ergebnis, ... ohne Worte !!!
Früher wurde der Lichtbogen auch "elektro-magneto-mechanisch" stabilisiert, d.h. eine Strom-Meß-spule mit beweglichem Joch eingefügt, die die eine Kohle zu bewegen hatte. Mit größer werdendem Strom wurde der Lichtbogen auseinandergezogen und somit ein stabiler Arbeitspunkt sowie automatisches Starten möglich. Auch der Abbrand wurde in gewissen Grenzen automatisch ausgeglichen. Das wird auch verständlich, denn Lichtbogenlampen wurden sogar in der Straßenbeleuchtung eingesetzt, wo sie mehrere 100 Stunden wartungsfrei funze(l)n mußten.
...Ja, versuch das mal als Skybeamer, das Ergebnis dürfte beachtlich ausfallen. Der Lichtbogen ist eine Punktquelle mit extremer Leuchtdichte, also sehr gut für optische Systeme geeignet !

Gruß und Dank für die fantastischen Fotos !!
Ingo

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X-TremeBass

Danke @ Ingo, freut mich wenn´s gefällt! Hab mich schon ein bisschen nach Infos über die altenRegulierwerke umgeschaut, da findet man einiges.Leider ist das Nachbauen sehr schwierig. Hab den Aufbau erstmal ohne motorische Verstellungen auf einerSpanplatte montiert, da lassen sich noch am einfachsten Änderungenvornehmen.



Der Schlitten mit der Pluskohle, lässt sich mit dem Rädchen feststellen:



Das Wetter ist zwar heute Abend nicht ganz so gut,trotzdem hab ich die Anlage mal im Freien aufgebaut.Auf dem Bild sieht man, wie unhandlich das Ganze noch ist.:



Auf die Garage vom Nachbar fokussiert, heftig wie hoch die Leuchtdichte ist!



Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend, viel besser als ich erwartet habe!
Aufbau und Beam am Boden:



ein absolut parallel verlaufender intensiver Strahl bis an dieWolkendecke! Man sieht sogar den Rand vom Spiegel auf der Wolke scharf abgebildet:



vor unserem Haus:



Der Strahl verliert auf seiner Länge kaum an Helligkeit:

Die Sicht vom Spiegel aus, die Farbreflexe kommen von Wassertropfenauf dem Kameraobjektiv, im Strahl sieht man leichten Nieselregen:







Der Strahl wird eigentlich nur durch die Wolkendecke begrenzt, sonst würde er noch viel weiter gehen!



Unsere Strasse:






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Mickey S.

Hi!

Das mit dem Skybeamer kommt richtig cool. Da hab' ich mich fast naß gemacht. Wer das sieht, glaubt, Du hast Angst vor Luftangriffen! ;o)
Das erste und letzte Mal, daß ich eine Kohlebogenlampe im Einsatz erlebt habe, war an der Uni in der Elektrotechnik-VL. Dort wurden Demomeßinstrumente 'durchleuchtet', so daß man den Ausschlag eines Zeigers an der Projektionswand verfolgen konnte. Die Abbildung war sehr scharf - wohl auf Grund der Lichtquelle.

Übrigens: Sind die Fotos Langzeitbelichtungen?

CU!
-Mike

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macbayer

Genial das Teil! Ich hab mal ähnliche Versuche gemacht, allerdings alles ne Nummer kleiner und ohne Hohlspiegel.

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IngoZ

Hai Extremebass, sach mal ehrlich, wieviele Disco-chickies haben sich schon bei Dir verlaufen ?? Wie wäre es mit einer Art "Falle", brauchste nur noch einen verschließbaren Keller-raum, wahlweise ein bischen bunte oder blau-rote Lämpchen im Eingangsbereich, ein bischen Techno-Dancefloor-Bumbum im Hintegrund und noch eine Sortieranlage für die mitgebrachten Herren der Schöpfung... Im Ernst, SOWAS VON GEIL !!!! Da gelangt die Geschichte von "Weihnachten im Önkelstieg" zu völlig neuer Bedeutung ))))))))))))))
Stichwort "Scheinwerfer VARTA VOLSSTURM" Ich bin extrem begeistert, um nicht zu sagen "Extremebass-Begeistert", Du bist wirklich einer der größten Experimentatoren, die ich kenne bzw. von denen ich weiß, daß mit dem kennenlernen steht ja noch aus und wird hoffentlich bald mal klappen, am besten wir kommen zu Dir, denn die vielen Öl und sonstigen Trafos müssen ja ins Bahnprofil passen... )Wenn ich mal ein Forschungs-Institut a la Manfred von Ardenne (einer meiner heimlichen "Lebensträume" seit Kindertagen ) gründe, bist Du schon eingestellt !!! Von der Theorie her hatte ich zwar schon mit einem solchen Ergebnis gerechnet, denn der Kohle-Lichtbogen wird in punkto Leuchtdichte nur von wenigen Kurzbogen-HQIs erreicht, wenn überhaupt....Aber die realen Bilder sehen schon noch um einiges geiler aus, als man so dachte...
Versuch mal, wenn die Wolken nicht so tief hängen, die fantastischen Fotos zeigen, daß da noch mehr geht!...aber wundere Dich nicht, wenn mal eine challenger bei Dir im Garten landen will ))

Gruß Ingo
*nochimmer mit offenem Mund staunend*

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X-TremeBass

Zitat:
Erstellt von Mickey S.Hi!Das mit dem Skybeamer kommt richtig cool. Da hab' ich mich fast naß gemacht. Wer das sieht, glaubt, Du hast Angst vor Luftangriffen! ;o) Das erste und letzte Mal, daß ich eine Kohlebogenlampe im Einsatz erlebt habe, war an der Uni in der Elektrotechnik-VL. Dort wurden Demomeßinstrumente 'durchleuchtet', so daß man den Ausschlag eines Zeigers an der Projektionswand verfolgen konnte. Die Abbildung war sehr scharf - wohl auf Grund der Lichtquelle.Übrigens: Sind die Fotos Langzeitbelichtungen?CU! -Mike
hehe :Dwas hattet ihr da genau für eine Lampe, wie sah die aus?Die Fotos sind auf Stativ aufgenommen, Langzeitbelichtung zwischen1 bis 2,5 Sekunden. Der Strahl ist für das Auge aber mindestens genauso hell wie auf den Fotos!
Zitat:
Erstellt von macbayer Genial das Teil! Ich hab mal ähnliche Versuche gemacht, allerdings alles ne Nummer kleiner und ohne Hohlspiegel.
welche Spannungen/Ströme und Kohlen hast du verwendet?

Zitat:
Erstellt von IngoZ Hai Extremebass, sach mal ehrlich, wieviele Disco-chickies haben sich schon bei Dir verlaufen ?? Wie wäre es mit einer Art "Falle", brauchste nur noch einen verschließbaren Keller-raum, wahlweise ein bischen bunte oder blau-rote Lämpchen im Eingangsbereich, ein bischen Techno-Dancefloor-Bumbum im Hintegrund und noch eine Sortieranlage für die mitgebrachten Herren der Schöpfung... Im Ernst, SOWAS VON GEIL !!!! Da gelangt die Geschichte von "Weihnachten im Önkelstieg" zu völlig neuer Bedeutung )))))))))))))) Stichwort "Scheinwerfer VARTA VOLSSTURM" Ich bin extrem begeistert, um nicht zu sagen "Extremebass-Begeistert", Du bist wirklich einer der größten Experimentatoren, die ich kenne bzw. von denen ich weiß, daß mit dem kennenlernen steht ja noch aus und wird hoffentlich bald mal klappen, am besten wir kommen zu Dir, denn die vielen Öl und sonstigen Trafos müssen ja ins Bahnprofil passen... )Wenn ich mal ein Forschungs-Institut a la Manfred von Ardenne (einer meiner heimlichen "Lebensträume" seit Kindertagen ) gründe, bist Du schon eingestellt !!! Von der Theorie her hatte ich zwar schon mit einem solchen Ergebnis gerechnet, denn der Kohle-Lichtbogen wird in punkto Leuchtdichte nur von wenigen Kurzbogen-HQIs erreicht, wenn überhaupt....Aber die realen Bilder sehen schon noch um einiges geiler aus, als man so dachte... Versuch mal, wenn die Wolken nicht so tief hängen, die fantastischen Fotos zeigen, daß da noch mehr geht!...aber wundere Dich nicht, wenn mal eine challenger bei Dir im Garten landen will )) Gruß Ingo *nochimmer mit offenem Mund staunend*
*laut lach*

Also das mit der Falle muß ich mir überlegen, das wäre keine schlechte Idee! #) Die Geschichte "Weihnachten im Önkelstieg" kenn ich, sehr genial, das geht hierja schon so in die Richtung :p Ich fühle mich geehrt, vielen Dank! Aber bitte blos nicht übertreiben, man müsste mich mal bei derArbeit sehn *gg* In käuflichen Skybeamern sind ja glaub ich HMI-Lampen zwischen 2,5 bis 4 KW drin.Mein Kohlebogen leistet etwas über 800 Watt.Finde aber das der trotz der geringeren Leistung der Helligkeit mindestens gleichwertig ist!Hätte ich nie erwartet. folgendes würde mich stark reizen:Irgendwoher ein 2KW Stromaggregat ausleihen,Aggi und Lampe auf einen Anhänger laden,auf den Berg hinter unserer Ortschaft fahren,und die Kirche im 1,5 km entfernten Nachbarort anstrahlen! %)
Das sollte dann so ähnlich aussehen, wie bei Heinrich Beck 1937:

Bild

Bild

Bild

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X-TremeBass

Hab ein paar Detailaufnahmen vom Lichtbogen und den Kohlen gemacht.Durch grünes Schweißerglas fotografiert und hinterher Farbwerte korrigiert. Links die negative Kohle, rechts die positive.Hier sieht man sehr deutlich, nicht der Lichtbogen produziert dasLicht, sondern die Oberfläche der positiven Kohle!



Nur die Spitze der neg. Kohle leuchtet ein bisschen, bei der pos. Kohle leuchtet ein ganzer Krater:



stark abgedunkelt, man sieht wie schön gleichmäßig die Oberfläche leuchtet, punktlichtförmig eben:



und von der Seite gesehen:



Von hinten durch das Loch am Spiegel gesehen.Über den Kohlen brennt eine große, gelbe Flamme:







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X-TremeBass

Um das Kabelgewirr und die vielen losen Einzelteile in den Griff zu bekommen,hab ich einen Schaltschrank mit einer einfachen Schützsteuerung gebaut:



Mit Not-Aus, Ein-Taster, Betrieb-Leuchte und einem Amperemeter für denLampen-Gleichstrom:



Im Schaltschrank befinden sich die beiden Stromdrosseln und eine Schütz-Steuerung:



Mit Sicherung, und Kompensationskondensator:



Testbetrieb:



Maximaler Lampenstrom (DC):



An der Platte sind Rollen zum rumschieben, weil irrsinnig schwer.Die 3 Lüfter dienen zur Kühlung des Trafos:



Der Regel-Trenntrafo steht auf der Halterung mit den Lüftern:



Noch nicht ganz fertig, die Leitungen ausserhalb vom Schaltschrankmüssen noch verlegt werden:



So sieht der Schaltplan aus, einfache Schützschaltung,Kompensationskondensator, Gleichrichter:



Bin beim Kohlevorschub nun ein gutes Stück weiter gekommen.Zwar noch keine automatische Nachregelung, aber sehr komfortabelsteuerbar über eine Kabelfernbedienung. Eine Linearführung mit Getriebemotor, Riementrieb und Kugelbuchsen.Der bewegliche Schlitten besteht aus der weissen Teflonplatte,die sehr hitzebeständig ist, und gleichzeitig elektrisch isoliert:



Auf dem Schlitten ist die Halterung der Plus-Kohle befestigt.Man kann den Kohlestift somit beliebig hin- und herfahren:



Die Linearführung ist mit einer Metallplatte verschlossen,so dass nur der Schlitten sichtbar ist:



Der max. Verfahrweg beträgt 200 mm:



von Oben gesehen:



Kabelfernbedienung:



Ich hasse dieses Kabelgewurschtel, das hab ich noch nicht endgültigin den Griff bekommen.Auf dem Bild sieht man den Kühlkörper für den Brückengleichrichter,und die Steuerbox für den Kohlevorschub:



Schaltbox für Kohlevorschub, kleines 24VDC Schaltnetzteil,einfache Wendeschützschaltung:



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IngoZ

Hallo Xtremebass,

wie immer ein wahrer Traum, sehr liebevoll und profimäßig gebaut !! Damit machst Du den Chef bei der Veranstaltung !Viel Erfolg dabei, die Leute werden begeistert sein !!!

Gruß
Ingo

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Mickey S.

Zitat:
Erstellt von X-TremeBass> Erstellt von Mickey S.> Hi!> Das mit dem Skybeamer kommt richtig cool. Da hab' ich mich fast naß gemacht. Wer das sieht, glaubt,> Du hast Angst vor Luftangriffen! ;o) Das erste und letzte Mal, daß ich eine Kohlebogenlampe im Einsatz> erlebt habe, war an der Uni in der Elektrotechnik-VL. Dort wurden Demomeßinstrumente 'durchleuchtet',> so daß man den Ausschlag eines Zeigers an der Projektionswand verfolgen konnte. Die Abbildung war> sehr scharf - wohl auf Grund der Lichtquelle.> Übrigens: Sind die Fotos Langzeitbelichtungen?> > > CU!> > -Mike hehe :Dwas hattet ihr da genau für eine Lampe, wie sah die aus?
Uff, habe ich erst heute gesehen, daß Du darauf Bezug genommen hattest. Nun, ich vermute mal, das war so'n Teil, das dem der Abbildung von 1911 aus dem ET-Buch ähnlich sah. Zumindest hatte die Funzel einen ganzen Haufen Rädchen dran, um den Lichtbogen bei Laune zu halten - eben wie in der Abbildung. Lediglich ein schwarzer Blechkasten war noch um das 'Bogenerzeugungsgebiet' drumrumgeschmiedet. Hab's leider nie geschafft, mir das Teil aus der Nähe zu betrachten, der Assi war immer irgendwie schneller in Sachen Wegräumen...

CU!
-Mike
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 6:05
Röhre

Ich möchte hier mal meinen Respekt aussprechen !!!
Die Bilder könnte ich mir Stundenlang angucken

Eine Frage hätte ich : was für Kohlen sind das und wo gibt es diese ?

Liebe Grüße !
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 6:30
rigo

Hallo Röhre,

auch wenn der Versuch nicht von mir ist - aber normalerweise nummt man Kinokohlen dafür. Ich denke auch die hier gezeigten sind welche.

das mit dem Bekommen ist nicht ganz so einfach, da die nicht mehr hergestellt werden. Aber ich hatte damals einige bei ebay gesehen und denke das auch jetzt immer mal wieder welche angeboten werden.

Ich selbst hatte früher immer die Kohlen aus den Zink-Kohle Monozellen genommen. Allerdings halten die nicht so lange wie die dafür vorgesehenen Kinokohlen. Und auch ist die Lichtausbeute etwas geringer - aber es geht. Ganz ganz früher haben wir auch Bleistiftminen genommen.

Gruß
Rigo
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 8:20
Röhre

Mit Motorkohlen müßte es doch auch gehen,
müßten halt gespitzt werden.
Als Energielieferant nehme ich eine altes Schweißgerät,
der liefert im Leerlauf 120Volt und ist regelbar.
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BeitragVerfasst am: 04 Dez 2008 11:30
rigo

Hallo,

sicher geht auch das - nur werden die Kohlen sehr schnell sehr heiß! Aus dem Grund ist die Länge schon sehr praktisch. Ich weiß nicht, ob die Kontaktirung der Motokohlen das lange aushalten!???

Viel Kohle gibt es auch bei den Schleifern der E-lok aber wenn man nicht gerade im Ausbesserungswerk arbeitet, dann kommt man da schlecht ran!

Gruß
Rigo
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BeitragVerfasst am: 05 Dez 2008 6:53
Röhre

Vielen Dank für die Infos !
Wenn ich mal alles zusammen habe und ich
soweit bin stelle ich auch mal Bilder rein.
In meiner Nähe gibt es einen Hügel mit freier
Sicht zum etwa 10km entfernten Kirchturm.
Ich möchte mal sehen ob ich diesen mit meiner
Konstruktion in der Sylvesternacht erreiche.

Meinst du ich muß dann mit Ärger mit der Polizei rechnen ?

L.G. Kh.
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BeitragVerfasst am: 17 Mai 2010 16:38
X-TremeBass

Ich hab übers Wochenende meine Kohlebogenlampe wieder gängig gemacht,
und ein Video gedreht. Der Lichtbogen brennt sehr stabil bei 42 VDC / 20 - 25A.

Video: http://www.youtube.com/watch?v=u8e_u_xqN30
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BeitragVerfasst am: 23 Mai 2010 13:22
Fabian_L.

Hi,
das is ne geile Lampe!
Ich hab auch schon über den Bau einer solchen Lampe nachgedacht, es scheitert aber leider an den Elektroden und am Spiegel...
Der Schlitten läuft etwas zu schnell, du könntest z.B. den LM317 als Spannungsregler um die Drehzal zu verringern benutzen, der Vorteil daran ist, dass du nur wenige Bauteile benötigst, wenn du möchtest kann ich auch einen Schaltplan posten

viele Grüße

Fabian
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BeitragVerfasst am: 25 Mai 2010 19:46
X-TremeBass

@Fabian_L.
Die Kohlen gibt es öfters mal auf ebay. Den Spiegel eher weniger, muss man schon Glück haben.

Danke, ich hab den zu schnellen Schlitten für den Kohlevorschub schon geregelt,
hab eine ganz einfache Phasenanschnitt-Steuerung eingebaut!

Hier ein Video im Betrieb als skybeamer:

http://www.youtube.com/watch?v=iwfygOi-7y0
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BeitragVerfasst am: 26 Mai 2010 21:37
Glasei

Reeeespekt !

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BeitragVerfasst am: 26 Mai 2010 22:35
drosselsucher

ich wohne ja inner Einflugschneise wär interessant wie schnell die Bullen da wären

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BeitragVerfasst am: 27 Mai 2010 12:43
Glasei

Eher steht bei dir ein Jumbojet im Garten.

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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 5:40
ALF2000

Erst wenn die letzte Glühlampe für immer verloschen ist werden wir wirklich sehen, was uns verboten wurde. <- zitat glasei.... MAN das kann aber dauern bei der meute die wir hier gebunkert haben... hoch lebe das glasei! ;D

hab uebrigens nen narva glsei 100W durhcgebrannt...da ist doch was erstaunliches zu beobachten. sonntag gibts n foto von dem ei...

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BeitragVerfasst am: 06 Aug 2010 10:58
djtechno

Wow, genial Die Lampe ist mal echt der Hammer
Auch von mir großen Respekt, deine Versuche sind schon absolutes Highend, das dürften die NASA u. die Forschungslabore von Daimler, Siemens u.s.w. nicht besser hinkriegen


Ja, ich denke, mit der Polizei kanns da schon Ärger geben, weil man für den Betrieb eigentlich eine Genehmigung bräuchte. Auch dürfte der Lichtbogen Funkstörungen erzeugen, die die BNetzA bemerken könnte.

Allerdings wäre es halt schade, wenn dann niemand solche Projekte betreiben würde. Ich würde sagen, man muß eben in zweierlei Richtungen aupassen. Einmal,daß man das so betreibt,daß man keinen Schaden (Flugzeuge/Leute blenden io.ä. Schäden) verursacht, andererseits, daß man rechtzeitig weg ist, wenn Ärger im Anrollen ist. Das dürfte bei der Größe von dem Aufbau aber schwer werden, schnell zu verschwinden. Da hilft nur Glück haben und hoffen,daß keiner in der Gegend allzu schnell spitzkriegt,was da abläuft.

Ich hatte mal vor jahren in irgendeiner Gegend ausm auto raus auch so einen Skybeam gesehen, der kam auch aus einem dünn besiedelten Wohngebiet, und mich gefragt, wo um alles in der Welt da eine Disko oder sonstige Veranstalltung sein soll. War vielleicht doch ein weiterer Leuchtenfreak.

Auf jeden Fall ein tolles Experiment,wie die vielen anderen. Arbeitest du in der Forschung, oder ist das alles an Know How rein durch Hobby entstanden?
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Glasei
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