Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Auch Vorstellung eigener Laternen und deren Restauration oder Umbau.

Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Mittwoch 9. Mai 2018, 19:50

Hi,

ach alles halb so wild :gwink: ! Ich kenne das Gefühl ja auch, wenn man aufgeregt ist und es schnell gehen muss mit der Bergung. Da hatte Ich anfänglich auch Probleme. Ich muss sogar zugeben, dass ich neulich ein Relikt oder besser nur noch ein Überbleibsel aus Reichsbahnzeiten geborgen hatte und dabei auch den Seitenscheider völlig außer acht gelassen hatte :goops: . Ich musste letzendlich das Teil von dem Betonmasten immer wieder hin und her biegen, kneten und solange eindrehen bis der Draht im inneren des Kabels endlich nach gab und es abbrach. Dazu kam noch das es leider nicht aus Alu war sondern schön aus Kupfer. Daran hatte Ich eine Weile rum gewürgt.

Also man merke, wenn man eine alte Leuchte oder ähnliches bergen möchte, dann sollte folgendes bedacht sein mitgenommen zu werden:

- Kriechöl (im besten Falle C4R4MBA)
- ein paar gängige Maul- oder Ringschlüssel oder Stecknüsse mit Ratsche (gut bei DDR-Schrauben bzw. ESKA müssten dann auch mal ein paar nicht so gängige Größen mitgenommen werden :groll: )
- ein paar Sschraubendreher ( bei DDR-Leuchten vorzugsweise Schlitz)
- ein Seitenscheider

So müsste oder sollte man sich das immer hinter die Ohren schreiben :g) .

Schöne Grüße

Konsum
Wo die utopischen Oasen austrocknen, breitet sich eine Wüste von Banalität und Ratlosigkeit aus.
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Freitag 11. Mai 2018, 16:37

Hallo Lichtgemeinde,

Chemnitzer schrieb:
Hier mal ein Bild von der WPL-ähnlichen Leuchte, nur eben mit einer Strebe weniger und kleiner (das Bild ist vom Kumpel aus Oberlichtenau, ich hoffe er nimmt es mir nicht übel):
http://s1.netupload.de/file/180508/9ppbbsyD.jpg


Ich habe noch etwas Anhang zu dieser Leuchte in der Bucht gefunden :g) .
In der kleinen Bucht fand ich noch etwas Anschauungsmaterial zu dieser Leuchtentype, die einer WPL-Leuchte ähnlich sieht.

1 Paar Laternen Lampen DDR Schmiedeeisen
Sie sind halt etwas mehr verziert und der Mast ist filigraner gestaltet kommen dieser aber von Chemnitzer gezeigten recht gleich.

Oder diese beiden hier als Sockelaufsatzvariante. Z. B. für eine Zaunanlage mit passender Toreinfahrt :g) :

Alte Lampe, Schmiedekunst DDR, Dekoration, Dachbodenfund

Die zweite davon ist noch etwas kunstvoller gestalltet mit Ornamnetglas und Blümchendeko :gsmile:
Alte Lampe, Schmiedekunst DDR, Dekoration, Dachbodenfund

Zuletzt noch diese Variante ohne Mittelstrebe aber dafür mit gelben Strukturglas. Wie den Bildern zu entnehmen ist gehörte diese Leuchte sogar zu dem Sortiment der Pößnecker Außenleuchten :gcool: .
Aussenleuchte DDR, Lampe

Schöne Grüße

Konsum
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Die Wiederinbetriebnahme der Oberlichtenauer LBLer und OURW

Beitragvon Chemnitzer » Freitag 11. Mai 2018, 23:17

Hallo,
gestern Nachmittag wurde bei @Topfleuchte an den beiden Leuchten rumgeschraubt.
Der erste Test ergab, dass die LBLer sowohl mit Glüh- als auch mit Quecksilberlampe funktionierte.
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Bild

Also konnte sie wieder zusammengesetzt werden. Der Ausleger konnte zuvor, wie zu sehen, nun auch geborgen werden, ebenso wie das kleine Mastschild. Da es sich um ein Bahngelände handelte, wurde durchnummeriert, sodass „M 23“ wohl für Mast 23 stand. Zuletzt war es der letzte Lichtmast in Oberlichtenau, das hing aber wohl auch mit dem Bau der Oberleitung zusammen, bei dem vor 30 Jahren viele BG-Leuchten am Oberleitungsmast montiert wurden und so wohl die LBLer auf Holzmast ablösten. Die Leuchte ist vom Februar 1977.
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Bild

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Dann ging es an die polnische von 1973. Im Innern hatten Generationen von Achtbeinern gewohnt:
Bild

Dann wurde wieder getestet; auch diese Leuchte ging, wenn auch leider mit zerbrochenem Abdeckglas. NA funktionierte hier jedoch nicht, sodass sich letztendlich für eine matte Glühlampe als Zimmerbeleuchtung entschieden wurde. Beide Leuchten bleiben vorerst wohl als „Dauerleihgabe“ bei @Topfleuchte. :g)
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Bild


Grüße
Bild Bild Bild
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Sonntag 13. Mai 2018, 15:25

Hallo und guten Tag Erleuchtete,

das ist ja schon mal die halbe Miete, wenn die Leuchten noch funzen :g) . Diese LBL-Leuchte ist wirklich 1 zu 1 die selbe, wie Ich sie habe. Der Aufbau und die Bestückung sind identisch.

Hatte der Kondi aus dem LBL-Löffel eigentlich gezischt und geblubbert oder lief der noch schön ruhig? Es ist ja noch ein alter MP Kondi. Meiner hatte leider gleich nach dem ersten Start die Hufe hoch gerissen, weil die Leuchte so lange eingelagert rum lag.

Die kleine Stubenfunzel wirk aber wirklich sehr verloren in der große OURW 1250 Leuchte :| . Da würde Ich doch glatt raten zur einer dieser neumodischen Schmucklampen zu greifen. Deren Außenkolben recht groß ausfallen und mit Filament-LEDs oder zumindest noch mit Halogenlampe im inneren befeuert werden. Das wirkt, so denke Ich, besser und sorgt obendrein noch für eine hübsche Optik :gcool: .

Schöne Grüße

Konsum
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Topfleuchte » Sonntag 13. Mai 2018, 18:08

Hallo Nico,

Wir hatten den Kondi gleich ausgebaut, weil es eigentlich keinen Sinn macht den nach langer Inaktivität wieder ans Netz zu hängen, zumal es ein alter MP Kondi ist. Ich hätte ihn zwar auch durchmessen können, aber er flog gleich raus. Aus der OURW wurde er auch gleich entfernt. Er war auch schon abgeklemmt.

Das VG würde vorher nochmal gemessen. Hatte mir extra ein Multimeter besorgt.

Mal sehen was wir aus der OURW machen. Ist zusammen mit dem Löffel als Sommerprojekt geeignet.

Grüße

Cedric :g)
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Sonntag 13. Mai 2018, 19:48

Hi Cedric,

stimmt eigentlich, das macht Sinn! Wenn der alte Öl-Kondi auch schon eine Weile nicht mehr in Funktion war, dann kann man ihn auch getrost aus dem System entfernen :gwink: . War denn in der OURW nicht mehr diese schöne viereckige Blechkasten, der wie selbst zusammengelötet aussieht drinnen? Denn den hättet ihr bedenkenlos da lassen können. Die halten ja sprichwörtlich ewig, wenn sie nicht gerade schon irgendwo aufgebläht sind.

du schriebst:
Hatte mir extra ein Multimeter besorgt


Eine sehr gute Entscheidung :sm023: ! So ein Teil, wenn es auch nur einfach sein mag, ist immer irgendwo nützlich. Sei es drum einfach nur Ströme zu Messen oder anliegende Spannungen. Damit fährst du aber immer auf der sicheren Schiene und kann dir in so manch unschlüssiger Situation die Leuchten, Lampen und vor allem auch die Gesundheit schützen :g) .

weiter schriebst du noch:
Mal sehen was wir aus der OURW machen. Ist zusammen mit dem Löffel als Sommerprojekt geeignet.

Ich bin gespannt und werde das hier akribisch mit verfolgen, wenn das passende Bildmaterial gegeben ist :gsmile: .
Unterdessen habe Ich an meinen alten 400ter Löffel auch schon wieder ein bisschen weiter rum gefeilt. Muss nur mal die Bilder dafür bereit stellen. Ich habe ganz schön geschwitzt dabei, als Ich ihn mit Stahlwolle und Polierpaste bearbeitete. Da ging gleich mal gut und gerne ne halbe Tube für drauf und Ich musste echt schrubben um überhaupt mal einen annehmbaren Zustand zu bekommen.

Schöne Grüße

Nico
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Topfleuchte » Samstag 16. Juni 2018, 20:32

Abend Lichtgemeinde,

Heute habe ich mir mal den Ausleger vorgenommen.

Bild

Erstmal etwas abgeschliffen, darunter kam das bekannte grün der Bahn zum Vorschein.

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Danach wurde er in RAL 7001 Silbergrau gepinselt, so wie es vorher auch schon der Fall war.

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Das war's dann erstmal. Könnte mir jemand Tipps geben, wie ich das Gehäuse des Löffels wieder einigermaßen gerade bekomme? Das Alu ist ja auch schon an einer Stelle eingerissen.

Viele Grüße

Cedric
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Sonntag 17. Juni 2018, 01:15

Moin Cedric,

so einen grünen Ausleger habe Ich auch noch. Da hing mal mein 400er Löffel dran bevor sie den Mast zersägt hatten. Allerdings sieht der nicht mehr so schön aus und ist ziemlich verrostet. Zumindest aber noch komplett in diesen Bahn-grün gehalten. Ich mache den aber auch so grau wie du, denke Ich. Das grün steht ihm nicht so recht :gsmile: .

weiter schriebst du:
Könnte mir jemand Tipps geben, wie ich das Gehäuse des Löffels wieder einigermaßen gerade bekomme? Das Alu ist ja auch schon an einer Stelle eingerissen.


Ui :shock: ! Das wird bestimmt nicht leicht werden. So stark gestaucht wie der ist. Ich würde es immer schön vorsichtig mit ziehen und drücken versuchen. Um ihn erstmal überhaupt in eine annehmbare Form zu bekommen. Also das gestauchte Gehäuse ruhig beherzt mal nehmen und es mal versuchen zwischen die Beine einzuklemmen und dann wieder längs zu ziehen. Gleiches dann mal in Punkto Reflektor. Das drücken würde ich dann mit einem stumpfen Gegenstand machen. Wie einem Stück Holz oder Stiel eines Hammers: Irgendwas stumpfes womit du nicht noch mehr Beulen und Dellen nach außen hin ins Gehäuse drückst.

Wenn du dann soweit bisst kommt dann der nächste Schritt mit dem feineren tuning :g) .

Schöne Grüße

Nico
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Topfleuchte » Sonntag 17. Juni 2018, 20:37

Danke dir für deine Tipps! Das Grün finde ich übrigens auch nicht sonderlich schön.

Ich denke, das ich mir den zusammen mit meinem Topf im Urlaub vorknöpfe. Ich halte euch natürlich auf dem laufenden. In 14 Tagen habe ich dann ausreichend Zeit denke ich, Da habe ich erstmal zwei Wochen.

Bis dahin!

Viele Grüße

Cedric
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Re: Die Rettung der Oberlichtenauer LBLer

Beitragvon Konsumleuchte » Sonntag 17. Juni 2018, 23:30

Moin Cedric,

kein Problem, gern geschehen ;) .

Gut! Ich bleibe bis dahin schon mal ganz gespannt und freue mich, was da von dir kommen mag. Wünsche dir dabei gutes Gelingen :sm023: .

Schöne Grüße

Nico
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