BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Auch Vorstellung eigener Laternen und deren Restauration oder Umbau.

BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Konsumleuchte » Mittwoch 7. November 2018, 01:54

Hallo und moin Gemeinde,

schon vor einem Weilchen kam diese Leuchte auf dem Postweg zu mir und hatte sie vorrübergehend eingelagert. Ich hatte sie recht günstig über die kleine Bucht erworben und möchte sie euch jetzt endlich präsentieren .

Bis auf die vielen Punkte und Flecken, die durch die Hinterlassenschaften von Spinnen enstehen und etwas Staub und Dreck gibt es nichts, was man der Leuchte bemängeln könnte. Der Zustand für ihr Alter ist großartig. Selbst das Fett ist nicht ranzig und hart und alle originalen Schrauben lassen sich dadurch gut lösen und bewegen.
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Der Kunststoffring ist nicht wie so oft blau, sondern in grau gehalten und außerdem erkennt man, dass sie noch nie irgendwo verbaut war. Das Innere des Rings ist nicht nach innen gedrückt, wie bei den bereits genutzten Leuchten.
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Der Refelktor ist noch schön blank, die Farbe am Gestell weist keinen Rost auf und die Fassung ist noch schön blank und messingfarben.
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Das Typenschild mit der noch alten Bezeichnung (HQL statt NF)
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Ein Blick unter die Haube. Die Halterungen an der Seite sind noch die alten Y-förmigen.
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Völlig ungewohnt! Normaler Weise ist der Querbügel immer völlig braun, vom Rost, wenn man eine alte Leuchte vorfindet.
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Kleine Besonderheit: normaler Weise gibt es immer nur das Prüfdatum. Hier ist es der 31.05. 1976! Aber quer dazu steht hier auch noch der Prüfer: nämlich Nr. 3 :g) .
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Auch sie darf nicht fehlen und ist gut verseckt hinter der Fassung angebracht: die kleine "1" im Dreieck.
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Das beste und mit schönste an dieser Leuchte: eine kleine, gelbe Falkenseeer Amsel :gcool: .
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Auch noch nicht gesehen: dieser komische, weiße Haken. Das hatte Ich bei den kleinen BGs noch nicht gehabt. Weiß jemand von euch wofür das diente oder was das für einen Zweck erfüllte.
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Nochmal Amsel und der Kompensationskondi. 10 müh sind darauf angegeben und ist noch mit Öl gefüllt, wie die Bezeichnung "MP" darauf schließen lässt.
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Wieder eingebaut: hier sieht man diesen ominösen Haken am Gestell direkt hinter der Gehäusewand. Ich hätte ja erst vermutet, dass das zur Befestigung einer Seilkonstruktion dienen könnte. Aber dann ist dieser an der falschen Seite montiert und die Leuche würde hängend angebracht nach oben leuchten :g? .
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Links ist die bereits restaurierte Leuchte und rechts die neuwertige Original gebliebene. Wenn Ich den Refelktor bei beiden wechseln würde besteht Verwechslungsgefahr :green: . Was mit der restaurierten Leuchte passiert ist momentan ungewiss. Vieleicht kann Ich sie vererben :glol: .
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Schöne Grüße

Konsum
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Yannik2001 » Mittwoch 7. November 2018, 12:48

Moin,
erstmal Glückwunsch zu dem tollen Stück :)

Vlt hat der Haken was mit der Stabilität der Leuchte zu tun?

Na dann viel Spaß beim Resturieren :)
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Konsumleuchte » Mittwoch 7. November 2018, 20:23

Nabend Yannik,

vielen Dank für die Blumen von dir :g) . Ich wüsste nicht in wie fern und auf dem vorletzten Bild sieht man, dass dieser komische Winlel auch nirgends anstößt oder ran kommt. Vielleicht als Zusatzmaßnahme :sm_idea: ! Wenn man von außen eine Schraube durch das Gehäuse bohrt und in die Mitte des Winkels, von außen dann eine Schraube durchsteck ist das Gehäuse mit dem Trägergestell fest verbunden. Aber was das so richtig bringen könnte...Hmmm. Deswegen wurde dieser wohl bei späteren Modellen auch wieder entfernt.

An der Leuchte wird nichts restauriert :P . Die bleibt so schön original wie sie ist :gsmile: . Einzig und allein der MP-Kondensator könnte raus fliegen, wenn er komische, gurgelde Geräusche von sich gibt. Der Rest wird nur gründlich gereinigt und aufpoliert und die Schrauben werden mit Klarlack versiegelt, damit sie nicht anfangen zu rosten.

Schöne Grüße

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Beitragvon Glasei » Donnerstag 8. November 2018, 00:16

Erstmal herzlichsten zur Leuchte, herrliches Ding ! :sm023: :sm023: :sm023:

Du schrobst da oben aber
10 müh sind darauf angegeben und ist noch mit Öl gefüllt, wie die
Bezeichnung "MP" darauf schließen lässt.


Nun, MP hat nix mit Ölkondis zu tun. MP steht für Metallpapier. :g)
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Konsumleuchte » Donnerstag 8. November 2018, 10:58

Moin Glasei,

besten Dank für die Blumen :gwink: !

Ah ok :g!: ! Ich nahm immer an, dass all die alten Modelle mit der Bezeichnung "MP" mit Öl gefüllt seien. Dann muss Ich den wohl mal in den Probebetrieb nehmen, um zu schauen ob es anfängt im inneren zu blubbern und zu zischen. Nur bei denen mit der Bezeichnung "MPK" kann man ja sicher sein, dass dort nichts passiert. Außer, das der Kondi halt nicht funktioniert.

Wofür steht denn aber das Kürzel "MPK" :g? ? Ich dachte immer, dass seinen die, die immer mit Papier ausstaffiert worden sind.

Schöne Grüße

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Beitragvon Glasei » Donnerstag 8. November 2018, 15:24

Das Kürzel MPK ist mir leider auch nicht bekannt. :g?
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Yannik2001 » Donnerstag 8. November 2018, 18:31

Daswegen, Glasei, kommen bei mir die Kondensatoren sofort raus :D
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon magslight » Donnerstag 8. November 2018, 21:07

MP=Metallpapier
MKP=Metallkunststoffpapier (Metall-Polypropylenkondensator)
Beide trocken und absolut ungiftig. Da kann auch nichts zischen.
Eine Übersicht an Kondensatorbezeichnungen hab ich hier aufgelistet nach ungiftig und giftig. https://westdeutschestrassenleuchten.hp ... ehoer.html
Solang ein ungiftiger Kondensator keinen Schluß hat, kann man ihn ruhig in der Leuchte lassen. Kondensatoren machen schon Sinn.
Zuletzt geändert von magslight am Freitag 9. November 2018, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
Suche HQLS/HRLS Leuchtmittel bis einschließlich 250W, ebenso HRL Leuchtmittel mit alter Kolbenform
außerdem suche ich Leuchtenkataloge des letzten Jahrhunderts
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Beitragvon Glasei » Donnerstag 8. November 2018, 22:53

Super, Danke ! :g)
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Re: BG0 von 1976 (NOS) Dachbodenfund

Beitragvon Konsumleuchte » Freitag 9. November 2018, 11:43

Guten Tag experten des guten Lichts,

Hervorragend magslight und besten Dank für die Aufklärung der Typenbezeichnung :sm023: ! Das hatte mich irgendwo schon immer mal interessiert und ist eigentlich auch wichtig zu wissen, wenn man mit Kondensatoren arbeitet.

ABER bist du dir wirklich sicher das die Kondensatoren mit der Bezeichnug "MP" nicht mit Öl gefüllt sind ??!

Denn Ich habe hier einen 18 Mikrofarat Kondensator zu liegen, der aus meinen LBL-Löffel stammte, den Ich aber auf Grund seiner inneren Geräuschkulisse außer Betrieb genommen habe. Da er nahezu neuwertig ist, kann man die Aufschrift "MP" deutlich lesen. Mann kann es auch ganz leichtüberprüfen ob ein Kondi mit Öl gefüllt ist. Einfach in die Hand nehmen und ein paar mal gut schütteln. Wenn es dann im inneren schwappt und gluggert ist er mit Flüssigkeit gefüllt. Auch am Gewicht macht es sich bemerkbar, da sie schwerer sein müssten.

Die Bezeichnung verrät somit leider nur die halbe Wahrheit :gsad: . Wenn er dann mechanisch kaputt geht und man das nicht gleich mitbekommt, dann saut der im inneren der Leuchte so richtig schön rum und man hat eine Menge Arbeit am Hals, dass Zeug wieder aus der Leuchte und von den Teilen zu bekommen :gmad: .

PS: hab mal schnell ein Bild von ihm gemacht, da er gleich griffbereit herum lag.
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