neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Hier kann jeder seine aktuellen lichttechnischen Lieblingsprojekte präsentieren.

Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Queckie » Montag 1. Mai 2017, 13:49

Hallo Konsumleuchte,
soll die Gartenklingel von Besuchern durch Druck auf einen Taster betätigt werden? Und dann für die Dauer von 5s im 1s Wechseltakt Licht und Klingel arbeiten?
Das ist technisch gar kein Problem. Wichtig zu wissen wäre ob
1. die Klingel wirklich 60V Gleichspannung sehen will
2. wieviel Strom die Klingel benötigt.
Wenn es wirklich eine Gleichstromklingel ist dann hat sie im inneren einen Selbstunterbrecher (Wagnerschen Hammer). Sind dessen Kontakte noch okay - also weder abgebrannt noch oxydiert ? Hilfreich wäre es wenn Du die Klingel aufschrauben könntest um das festzustellen (falls die Kontakte defekt sind könnte man sie überbrücken und den Gleichstrom elektronisch "zerhacken"). Und bei dieser Gelegenheit den Widerstand der Wicklung messen. Damit kann man den max. Strom berechnen den die Klingel haben will.
Vermutlich werden es nur wenige mA sein.
Dann könnte man u.U. das ganze sogar mit Batterien (so ca. 6 bis 8 Monozellen) betreiben. Weiß nicht wie oft voraussichtlich geläutet werden wird. Bei angenommenen 10 bis 30x am Tag überwiegend an Schönwettertagen könnte ein Batteriesatz durchaus ein Jahr oder etwas länger halten - sofern man als Leuchtmittel kein Glühobst sondern superhelle rote LED nimmt.
Viele Grüße
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Beitragvon Glasei » Montag 1. Mai 2017, 14:59

Also, mal ganz grob: Die Blinkerei sollte hinter dem Netzteil erfolgen.
Dieses dauernde an-aus-an-aus machen diese Aufbauten nicht lange mit.
Der Selbsthalt ließe sich mit einem NE555 realisieren. Bei Bedarf auch variabel.
Größere (Gleichstrom)wecker sind übrigens oft mit 1A und drüber dabei.
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Queckie » Montag 1. Mai 2017, 17:58

Jepp, wenn mit Netzteil, dann die Schalterei auf der Niedervoltseite. An den NE555 hatte ich übrigens auch gedacht und an einen kleinen Gleichspannungswandler für die Klingel. Wenn die aber wirklich 1A bei 60V sehen will wird das nix mit reinem Batteriebetrieb. Aber dann würde ich zu zwei getrennten Transformatoren raten. Einen kleinen sogenannten "Hocheffizienztrafo" der im Leerlauf weniger als 0,5W verbrät und die Elektronik versorgt welche dann über ein Relais den großen Klingeltrafo ansaftet. Einem einfachen Trafo macht es nichts wenn er nur für 5s angeschaltet wird.
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Beitragvon Glasei » Montag 1. Mai 2017, 19:22

Kleiner Tip von mir: Bei einigen Kompaktanlagen werden ja noch Netztrafos verbaut,
die teilweise recht massiv sind. Falls vorhanden oder zu kriegen, würde ich
einen auf diesen Zweck mal durchmessen. Billiger gehts nimmer. :g)

Um herauszufinden, ab wann und mit welchen Daten die Klingel gut läuft,
Stelltrafo mit Gleich-riecht-er und Schätzeisen für Spannung und Strom.
So die Klingel ab Null langsam heraufregeln und bei hinreichendem Klingeln
Spannung und Strom notieren. Auf Basis dieser Angaben können wir uns
dann den Kopf etwas zielgerichteter zerbrechen.
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Dienstag 27. Juni 2017, 22:45

Guten Abend Queckie,

soll die Gartenklingel von Besuchern durch Druck auf einen Taster betätigt werden? Und dann für die Dauer von 5s im 1s Wechseltakt Licht und Klingel arbeiten?
Das ist technisch gar kein Problem. Wichtig zu wissen wäre ob
1. die Klingel wirklich 60V Gleichspannung sehen will

Ja genau, so in etwa sollte das funktionieren. Durch den Druck auf einen Taster sollte eine Selbsthaltung aktiviert werden, die dann diese Wechselschaltung im 1 sec. Takt, denn Wecker und das Licht blinken lässt.

Ich sage mal so: Ich habe schon mal probiert ihn zum leben zu erwecken. Der Schlegel der Glocke fängt so ab ca. 50 Volt ganz leise an zu zappeln. Genau dokumentiert habe Ich das aber noch nicht.
2. wieviel Strom die Klingel benötigt.

So wie Glasei schon vermutet wird der so schon um die 1A benötigen um in die Gänge zu kommen.
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Vermutlich werden es nur wenige mA sein.

Das mit dem Unterbrecherkonakt kann Ich bestätigen. Ich hatte sie ja schon mal komplet demontiert gehabt. Um sie zu restaurieren. Bei Wechselspannung passiert da rein gar nichts! Drinnen verbaut sind, wie du erwähntest, dieser Selbstunterbrecher mit einem kleinen Kondensator und zwei Spulen. An den Kontakten gibt es rein gar nichts zu meckern. Die sehen noch aus wie neu. Da sie dort wo sie ursprünglich mal hing geschützt war und nur selten genutzt wurde.
Mit Batterien fange Ich gar nicht erst an! Ich möchte etwas solides haben. Ich habe zwei kleine Kinder und die verbrauchen davon schon mehr als genug :waste: . Der Steuerimpuls, durch den Taster, soll über die Hausklingelanlage erfolgen und das sind 12 Volt. Aus Gründen der Orginalität werde Ich da die Originalleuchmittel beibehalten und das ist zumal das gute alte Glühobst. Original verbaut sind da drinnen so genannte Doppelfadenlampen mit 40 V und einer Stromaufnahme so etwa zwischen 20 und 30 mA.

Mit freundlichen Grüßen
Konsum
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Dienstag 27. Juni 2017, 23:46

Guten Abend Glasei,

Da gebe Ich dir Recht, dass die Bauteile das auf die Dauer krum nehmen könnten. Damit hast du meine Bedenken bestätigt :goops: . Dachte nur so, dass es vieleicht Netzteile gibt die das mitmachen. Aber so im Nachhinein betrachtet ist das wahrscheinlich gar nicht möglich :g? :sm_idea:
Hmm ok! Kann denn der kleine Chip so viel Schaltleistung ab oder müsste Ich das mittels Relaise lösen? Ansonsten Respekt !

@Queckie:

An einen einfachen Trafo hatte Ich auch schon gedacht aber bis her noch nicht fündig geworden. Schaltnetzteile gibt es genug, die mit etwa 48 bis 58 Volt arbeiten. Aber einen reinen Trafo zu finden der 60 Volt bereit stellt oder eine Anzapfung bei 60 Volt hat ist unglaublich schwierig oder Ich habe nicht die richtigen Quellen dafür. Ich kenne auch nichts weiter, was eine solche Betriebsspannung benötigt. Daher wahrscheinlich auch die schwierige Suche :g? :sos: .

@Glasei:
Super, wird so gemacht! Den Tipp mit dem langsamen anfahren werde Ich mal ausprobieren. Das kann Ich auf arbeit machen :sm023: . Die haben da solche Technische Ausrüstung dafür. Dort hatte Ich auch den ersten Funktionstest gemacht und die Anlage geht gerade so bis 60 Volt Gleichspannung. Dann werde Ich mal den Stromfluss bei ansteigender Spannung messen und das dokumentieren :gwink: .
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Beitragvon Glasei » Dienstag 27. Juni 2017, 23:47

Das nenne ich mal Info ! :sm023:
Gut, finde mal heraus, mit wie viel Dampf die Klingel läuft.
Dann können wir uns genauere Gedanken über die Netzkiste machen. :g)

Es gibt da so einige Typen MOSFET, die auf jeder ollen PC-Schlachtplatine vertreten sind.
Was mit meinen Dampfgeräten funktioniert, schafft deine Gartenklingel auch. :green:
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Mittwoch 28. Juni 2017, 00:10

Wenn denn, dann aber richtig. Damit nicht noch mehr Fragen auftreten :glol: .
Gut, dann schauen wir mal bei nächster Gelegenheit, wenn ich die getestet habe ;)
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Queckie » Mittwoch 28. Juni 2017, 12:06

Hallo Konsumleuchte,
für die Gewinnung der 60 V würde ich einen gewöhnlichen Steuertransformator vorschlagen. Die Dinger gibts standardmäßig mit Sekundärspannungen von z.B. 42 oder 48 V AC. Hier mal ein Beispiel: ebay Artikelnummer 282520513039 . Mit etwas Geduld kriegt man einen 100 VA Trafo deutlich günstiger.
Die 42 oder 48 V müssen natürlich noch gleichgerichtet und mit Elkos etwas geglättet werden. Dann kriegst Du aus den 42 V AC fast 60 V DC oder mit einem 48 V Trafo 68 V DC im Leerlauf. Unter Last bricht diese Spannung noch etwas ein.
Und die Glühlampen könntest Du über ein Relais direkt aus der Wechselspannung speisen. Entweder über extra Vorwiderstände oder Du wählst den Querschnitt der Lampenleitungen so aus das die Leitungen gleich selbst als Vorwiderstand dienen.
Viele Grüße
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Beitragvon Glasei » Mittwoch 28. Juni 2017, 12:39

Queckie schrob:
(...) oder Du wählst den Querschnitt der Lampenleitungen so aus das die Leitungen gleich selbst als Vorwiderstand dienen.


Wenn ich mal daran denke, das die Leitungen bei solch einem Verfahren
recht gesunde Temperaturen entwickeln (können), würde ich es so nicht
unbedingt machen. :sm_idea:
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