neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Sonntag 19. November 2017, 01:03

unser Glasei textelte:
Allerdings denke ich nicht, das die Blinker 24/7 gelaufen sind,
sondern eher für die Zeit geschlossener Schranke. :glol:


nicht ganz Glasei! Es kam immer darauf an, wo sie eingesetzt worden sind. Wenn du dir mal den Link anschaust und bis zu dieser besagten Stelle kommst, wo es um den Pendelblinker geht, dann steht da (ist zwar bestimmt nicht gerade meiner aber so einer mit der gleichen Betriebsspannung :gsmile: ):
Dieser Pendelblinker (mit Quecksilberschaltern) ist das ORIGINAL vom ehemaligen Stellwerk W2 in Görlitz. Wahrscheinlich war er dort von 1961 bis 2000 in Betrieb. Ich kann mich nicht errinnern, dort oben je einen Blinker gewechselt zu haben. Wenn ich mich recht entsinne, dann hatte das Zs1 am Signal K eine eigene Versorgung mit einer Blinkspannung, ansonsten lief jegliches Blinklicht des Stellwerks W2 über diesen Blinker.

Wenn Ich das richtig verstehe, dann heißt das also das diese Sorte, der Pendelblinker, in einem Stellwerk verbaut waren auf den sämtliche Signale oder Blinklichter vom Schaltpult dieser Stellwerksanlage mit einer Blinkfunktion aufgeschaltet werden konnten, wenn es benötigt wurde. Dann muss dieser, um permanent abrufbar zu sein, 24 Stunden im Dauerbetrieb gelaufen sein :ggeek: . Ähnliches hat hier auch ampelseite.de in Erfahrung gebracht mit dem Westdeutschen Pendant dazu. Ich hatte Bilder gefunden wo gleich zwei dieser Teile, in einem Stellwerk nebeneinander angebracht wurden um die Blinkerei zu regeln. Einerseits für die Signale und anderer Seits für die blinkenden Knöpfchen und Lämpchen auf dem Stellpult des Werks :g) . Man glaubt es kaum aber so war das damals anscheinend mit der ganzen Relaistechnik.

und weiter:
Alle anderen Pendelblinker arbeiten mit 60 V in der Stellwerkstechnik und mit 24 V im Bahnübergangsbereich (z.B. noch Posten 162 - HSA Klingewalde)

Also nur die mit 24 Volt kamen an den Schrankenanlagen vor und dann gibt es die, schon weiter oben beschrieben, mit 230 V Wechselspannung. Z. B. für die Sicherung von hohen Gebäuden für das blinken von Gefahren- oder Leuchtfeuern an diesen. Die liefen dann ebenfalls dauerhaft oder zumindest die ganze Nacht :g) . Ich hoffe, Ich habe hier jetzt nicht zu viel klug geschissen :goops: .

Schöne Grüße aus'm

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Beitragvon Glasei » Sonntag 19. November 2017, 15:29

Klugscheissen war hier ganz passend, Danke erstmal. :g)
Hatte mich im Gang des Themas mit den Einsatzgebieten der Pendelblinker nicht näher befasst. :goops:
Ihr da ohm ! Macht watt ihr volt !!!
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Chemnitzer » Donnerstag 28. Dezember 2017, 23:35

Haste schön gemacht! :sm023: :g) :gcool:

Ein WSSB-Andreaskreuz werde ich mir unbedingt auch noch zulegen.


Grüße
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Samstag 30. Dezember 2017, 00:12

Hallo und guten Abend Chemnitzer,

danke für das Lob! Das lobe Ich mir :glol: :g)

Da musst du dich aber langsam ran halten :g) . Die Dinger sind mittlerweile sehr rar geworden. Und wenn sie dann noch existieren, dann nur noch ausgeschaltet und dem Zerfall und Vandalismus preis gegeben, wie das bei meinem der Fall war :gsad: . Die Bahn ist in der Sache komischer Weise sehr konsequent und hinterher und zieht die Sache mit den verbliebenen DR-Reliquien durch :gmad: .

Schöne Grüße aus'm

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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Chemnitzer » Montag 5. Februar 2018, 18:48

Ja, man könnte fast meinen, in manchen Betrieben fürchtet man sich vor den drei Buchstaben. Für fast alles gab und gibt es ja einen Vorwand, um es möglichst schnell zu ersetzen, wie eben die WSSB-Übergänge. Es gab ja auch Anlagen, die nur 7 Jahre in Betrieb waren oder Strecken, an denen ein Jahr vor Stilllegung nochmal alles modernisiert wurde. Aber wenn die meinen, so viel Geld zu haben...

In Pockau-Lengefeld wurde sogar nach 2013 noch eine komplette Bahnübergangsbeleuchtung von LBL auf Koffer 70 umgebaut, obwohl diese doch da schon gar nicht mehr hergestellt wurden. Na gut, immerhin wurden die Holzmasten weiterbenutzt und Koffer 70 ist immer noch besser als Koffer² oder anderer moderner Mist, trotzdem ist es ärgerlich.
Und überhaupt finde ich kaum noch einen WSSB-Übergang mit alter Beleuchtung, fast alle haben Koffer 70. Ebenso findet man hin und wieder 1986 errichtete Betonmasten, an denen sich sicher BG 0 befanden, heute jedoch Koffer montiert sind. Unwirtschaftlicher, als eine Leuchte nach wenigen Jahren durch eine mit gleichem Verbrauch zu ersetzen, gehts doch eigentlich nicht. :greek:


Grüße
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Re: neue Chance für ein altes Andreaskreuz als Gartenklingel

Beitragvon Konsumleuchte » Dienstag 6. Februar 2018, 20:55

Guten Abend Chemnitzer,

Das mit der Beleuchtung der Bahnübergänge verhält sich in meinen Augen genau so wie die Abschaffung dieser in der WSSB-Bauweise. Keine Ahnung warum die Bahn solch einen Hehl darum macht. Wirtschaftlichkeit steht hier auf jeden Fall nicht an aller erster Stelle. Wohl eher mehr darum mit der Vergangenheit Schluss zu machen un diese zu Begraben und ein schlechtes Gewissen vieleicht gleich mit :sm_idea: .

Diese Denkweise mit den Verbindungen und Techniken aus der Zeit mit den drei berüchtigten Buchstaben war kurz nach der Wende vielerorts ja leider sehr verbreitet, sie überall schnellst möglich abzuschaffen. Nach dem Motto: ist und war alles schlechter Mist und muss sofort ersetzt werden. Heute ist das zum Glück doch etwas anders geworden und viele besinnen sich wieder.

Schöne Grüße

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