Die sogenannte LED Filamentlampe

Alles zum Thema LED. Industrielle- und Eigenbau-Schaltungen, Konstantstromquellen usw.

Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Löffel » Montag 16. Januar 2017, 21:53

HQI-TS hat geschrieben:Da muss man dan gleich eine LED einbauen bei der mindestens 3x soviel Leistung angegeben ist als man nutzen will
dan funktioniert das eigentlich ganz gut mit der LED........


Mit anderen Worten: Energieeinsparung ist so nicht möglich. Weil der ursprungliche Lichtstrom nicht erreicht wird.
Trotz LED ist hier die Leistungsaufnahme fast so wie bei den klassischen Halogenstäben.
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon djtechno » Dienstag 17. Januar 2017, 08:32

Nee, er nutzt einen Chip, der 100 Watt aushalten würde laut Hersteller auf 30 Watt. Daß heißt, er verbraucht 30 Watt, wo vorher ein 150 Watt Halostab werkelte. Sprich, mit Netzteil-Verlust zusammen vielleicht so noch 25% des Stromverbrauchs wie ursüprünglich. Die LED Chips > 10 Watt sind leider deutlich weniger effizient als die <= 10 Watt chips.
Gott sprach, es werde Licht, doch Petrus fand den Schalter nicht. Und als er dann den Schalter fand, da war die Sicherung durchgebrannt.
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Martens » Dienstag 17. Januar 2017, 18:13

Löffel hat geschrieben:Mit anderen Worten: Energieeinsparung ist so nicht möglich. Weil der ursprungliche Lichtstrom nicht erreicht wird. Trotz LED ist hier die Leistungsaufnahme fast so wie bei den klassischen Halogenstäben.

Doch, LEDs sind erheblich effizienter als Halogen, teilweise wird sogar der Wirkungsgrad von HQI deutlich übertroffen. Hängt natürlich von etlichen Randbedingungen ab, deswegen kann man das nicht pauschal sagen. Wer z.B. auf warmweiß und hohen RA verzichten kann, kann tendenziell den besseren Wirkungsgrad erreichen.

Außerdem fällt der Leuchtenbetriebswirkungsgrad besser aus, weil man sich den Reflektor sparen kann.
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Löffel » Dienstag 17. Januar 2017, 19:39

Genau das meine ich. Besser ist es doch eben nur wenn hier alle Diszipinen erfüllt werden. Wenn ich auf Ra verzichten will nehme ich NaH und kein LED.
Viele LED Lampen erkaufen sich ihre Effizienz nur mit dem Verzicht auf hohe RA Werte. Deshalb sind so viele Led Lampen nicht wirklich effizient,
so wie uns das hier verkauft wird. Bei den LED-Tubes brauche ich auch nicht ein Viertel des Lichtstomes nur um nachher EEK A+++++ zu erreichen.
Da spare ich doch mehr Energie ein wenn ich das Licht einfach ausknipse. :gwink:
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Lampenfreak » Dienstag 17. Januar 2017, 20:00

Kann man so sagen. Die einfachen Chips mit 90-100 lm/W bekommt man auch auf 140 lm/W Effizienz. Dabei kommt aber kaum noch Licht raus. Muß man sich nur mal die Datenblätter anschauen.

1.) Strom über Spannung
2.) Strom über Lichtstrom

Ob das dann aber noch sinnvoll ist bei nur <25% Lichtabgabe ist was anderes.

Die Filamentstäbe gibts schon mit bis zu 130 lm/W. Meine 6W Kerzen haben laut Angabe 720 lm. Kann also auch mit ner NA mithalten. Frage ist bei solchen Dinger dann immer was die Haltbarkeit anbelangt, Treiber, Kühlung. Muß aber sagen, daß selbst 6 oder 7W mit Heliumkühlung im A60 Kolben nicht warm wird! Es geht also!

Also die 4W Kerzen bei Eltern halten nun schon 3 Jahre also ca 4000h. Keine Ausfälle, immer noch voller Lichtstrom und Vollspektrum.


Löffel hat geschrieben:Genau das meine ich. Besser ist es doch eben nur wenn hier alle Diszipinen erfüllt werden. Wenn ich auf Ra verzichten will nehme ich NaH und kein LED.
Viele LED Lampen erkaufen sich ihre Effizienz nur mit dem Verzicht auf hohe RA Werte. Deshalb sind so viele Led Lampen nicht wirklich effizient,
so wie uns das hier verkauft wird. Bei den LED-Tubes brauche ich auch nicht ein Viertel des Lichtstomes nur um nachher EEK A+++++ zu erreichen.
Da spare ich doch mehr Energie ein wenn ich das Licht einfach ausknipse. :gwink:


Beim Ausknipsen sparste das Meiste!!

LED Röhren: Man sollte mind halbe Leistung nehmen! Also 18W LS => 10W LED usw dann kommt man schon gut hin. Zumal das Licht ja gerichtet ist und nix nach oben verlorengeht.

Ra: Wer's braucht. Ich bin der Meinung, der normale Bürger merkt da eh keinen/kaum Unterschied ob Ra80 oder Ra95. Hauptsache hell und gut. Finde die allg. Diskussion ziemlich sinnfrei. Im Haushalt und Allgemeinbeleuchtung kommts eh nicht so drauf an. Wichtig wird das erst in der Industrie, wo es auf Nuance u. dgl. ankommt, z.B. Farbmischungen usw Zur reinen Beleuchtung tuns ja auch die Standart Leuchtmittel mit Ra80 überall.

Das von meiner Seite dazu!
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Martens » Dienstag 17. Januar 2017, 20:56

Löffel hat geschrieben:Genau das meine ich. Besser ist es doch eben nur wenn hier alle Diszipinen erfüllt werden. Wenn ich auf Ra verzichten will nehme ich NaH und kein LED.
Viele LED Lampen erkaufen sich ihre Effizienz nur mit dem Verzicht auf hohe RA Werte. Deshalb sind so viele Led Lampen nicht wirklich effizient,
so wie uns das hier verkauft wird. Bei den LED-Tubes brauche ich auch nicht ein Viertel des Lichtstomes nur um nachher EEK A+++++ zu erreichen.
Da spare ich doch mehr Energie ein wenn ich das Licht einfach ausknipse. :gwink:


Das ist schwarz-weiß-Denken - LED-Phobie? :green: Deswegen schrieb ich ja "tendenziell".
Auf dem Markt ist viel Schrott, deswegen halten sich hartnäckig Vorbehalte gegen LED und auf einen Teil trifft es ja tatsächlich zu. Anständige Ware kann beides zu einem sinnvollen Kompromiss vereinen, Beispiel: http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Nich ... CRI90.html
-RA von 90
-94lm/W@960mA, meinetwegen zieh' davon noch was ab wg. VG-Verlusten oder von einem schlechteren Binning....aber selbst 80lm/W wären ein sehr anständiger Wert. Leider habe ich keine mit schlechterem RA gefunden, die wären nämlich noch effizienter, die kaltweiße Version kommt auf 102lm/W.
Edit: Doch gefunden, siehe hier: http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Nich ... e-130.html
140lm/W sind ne Ansage, das übertrifft fast alle NaH-Lampen bei ungleich besserer Farbwiedergabe.

NaH für Innenräume? Ernsthaft? Also die Dinger protzen vielleicht mit Effizienzen jenseits der 100lm/W, aber zum Preis eines unterirdischen RA, der gerade mal zum Farbensehen ausreicht, dazu weder dimmbar noch Kurzzeitbetrieb-tauglich.
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Lampenfreak » Sonntag 29. Januar 2017, 11:23

Gestern sind die neuen LED gekommen. Vorab die Bilder!

Schön verpackt; rundrum war dann nochmal Luftpolsterfolie
Bild

Die einzelnen Lampen...
Bild

...einzeln in Plastik gehüllt
Bild

Detailaufnahme
Bild

Und nochmal etwas weiter weg
Bild

Nun etwas zu den Lampenspez Eigenschaften:

Leistungsaufnahme: 4,3W (Start) / 3,5W (Betrieb) // 6W sind angegeben :gsad: - dafür sind 6 Filaments verbaut

Wärmeabgabe: moderat (so ca 35...40°C)

Nachteile:
  • Flimmern ist extrem stark! Das seh ich sogar durch meine gute Kamera (sonst nur mit dem Handy)
  • cos phi ~ 0,45

Mein Fazit: Wird trotzdem wieder gekauft! Flimmern stört mich persönlich nicht groß. Und für etwa 2,- pro Stk unschlagbar im Preis!

Wenn weiteres gewünscht bitte sagen!
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Topfleuchte » Sonntag 29. Januar 2017, 11:48

Wo kommen die denn rein?
Trick 17: Mach's Licht an wenn's Dunkel ist! :change_bulb:
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Lampenfreak » Sonntag 29. Januar 2017, 12:43

Topfleuchte hat geschrieben:Wo kommen die denn rein?

Die kommen bzw sind in meinem Leuchter. Mal sehen wie lang die halten. Demnächst bestell ich nochmal welche. Preislich ist das kein Ding mehr.

Son 10er Pack kostes mit 2W grad mal 16$ in China inkl Versand.
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Re: Die sogenannte LED Filamentlampe

Beitragvon Raum mit Pfand » Sonntag 29. Januar 2017, 17:12

Notfalls Leuchter dreiphasig anschließen, dann gehts aufm Tisch mit dem Flimmern... :-P
Eine räumlich zweidimensional ausgedehnte Ansammlung dichtstehender hochstämmiger Holzgewächse reflektiert auftreffende Schallwellen in gleichem Maße, wie sie sie empfangen hat.
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