"Glimmlampe" in HQI-E

Themen zu Gasentladungs-Lichtquellen.

"Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Bitburger » Mittwoch 27. September 2017, 18:21

Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass in den "Osr'm HQI-E 250W D pro" eine Art Glimmlampe verbaut ist?
Gibt es das auch in anderen Leuchtmitteln (kenne mich ja mit den Innovationen vergangener Jahrzehnte noch nicht so gut aus) ?

Habe nun gerätselt wozu das gut ist, eine Idee wäre, dass ein Service-Techniker bei Arbeiten an der Leuchte sofort sehen kann
ob sie aus ist, oder vor einer Wiederzündung steht und am Ende gar 4000V anliegen...aber jetzt habe ich das mal getestet
und für erheblich zu dunkel befunden :( Ist wirklich nur ein ganz schwaches und vor allem blaues (nicht rotes!) Leuchten...

andere Ideen ?

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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Alex » Mittwoch 27. September 2017, 19:17

Das ist eine kleine Glaspille welche durch ihr licht als Zündhilfe dient. Womit die gefüllt ist und wie genau das funktioniert müsste ich wenn ich mal mehr zeit habe nachschlagen bzw. jemanden Fragen wer das weiß.

Grüsse
Ihr habt Lampen, Leuchten oder Starter die ihr nicht mehr braucht oder wollt?
Dann gebt Sie mir, ich bin besser als jede Sammeltonne. :)
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Lampenfreak » Mittwoch 27. September 2017, 19:24

Das könnte auch eine Funkenstrecke sein. Gibts in den jap Lampen von Iwasaki auch; die leiten die überschüssige Zündenergie ab. Ist ja für die Elektroden auch besser, so werden die weniger stark beansprucht.
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon HQI-TS » Mittwoch 27. September 2017, 20:48

Dieses Teil ist doch inzwischen in allen neueren HQI Lampen eingebaut bei allen Herstellern.
Ich hab aber noch nie gesehen das die Wirlich leuchtet.
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Bitburger » Mittwoch 27. September 2017, 20:57

Lampe warm fahren, Stecker raus, Stecker rein, Zündgerät arbeitet.
Nach ca. 30 Sekunden beginnt ein schwaches Leuchten, was dann
noch ein klein wenig stärker wird.

Anhand der "Techniker"-Idee kam mir erst in den Sinn, wie man es nach obiger Methode provozieren könnte.
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Beitragvon Glasei » Mittwoch 27. September 2017, 23:30

Die Gasfüllung sieht mir nach Xenon aus. Überspannungsableiter... Hab ich in diesem
Zusammenhang noch nicht gesehn, man lernt immer noch dazu ! :gidea:
Ungewöhnlich ist es ja, da die Zündspannungen in letzter Zeit größer wurden...
Ihr da ohm ! Macht watt ihr volt !!!
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Matthias » Donnerstag 28. September 2017, 14:39

Moin,
denke das ist ne kap.Zündhilfe!Jedenfalls hab ich 70er Austausch HCI von Phil.(CDO-ET),die zünden auch am ThZ!
Das sieht aber anders aus,nur ne Glasperle mit 2 Anschlüssen..
Gruß
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon James » Donnerstag 16. November 2017, 22:30

Das ist ein zogenannt UV-enhancer, und es hilft mit die Zundung von HQI lampen.

HQI lampen sind schwierig zu zunden. Man muss ein hochspannung liefern (von die Zundgeraet) und auch Zeit warten. Die Zeit nach zunden ist alzeit langer bei klein entladungsrohren, weil HQI lampen zunden nur nach eine Kosmische Strahl aus dem Weltraum geht durch die entladungsrohre. Diese Partikelen haben viel energie, und sind notwendig um die gasfullung von die entladungsrohre ioniseren.

Bei grossere entladungsrohren zB > 400W, mehrere Kosmische strahlen pro sekond sind abgefangen und man muss nicht warten auf zunden. Aber bei kleinere lampen (zB 35W) muss man statistisch ungefahrt 10 sekunden warten um ein kosmische partikel zu empfangen. Diese dauer ist nicht annehmbar, also ein andere zundhilfe ist notwendig um die Zeit zu abkurzen.

Er sein zwei mogelichkeiten. Die Europaische lampenherstellers haben die gleich effekt wie die Kosmische strahlen in ihr entladungsrohren gebaut, durch die lampen zu fullen mit argongas samen mit ein sehr niedrig konzentration radioactive gas, normal Krypton-85. Bei ein konzentration zwischen ungefahrt 1 und 10 mega becquerels pro liter gas, hast man mehere zerfallungen von krypton atomen pro sekund, und man muss nicht mehr warten auf eine kosmische strahl, die lampen zunden innerhalb ein paar millisekunden.

Leider fur die Amerikanische lampenherstellers, ist es nicht zugelassen um ihr lampen mit radioactieve gasen zu fullen (das ist ein von die redenen warum die klein-leistung entladungslampen waren erst durch die Europaishce firmen entwickelt). Also die Amerikanische werken haben ein andere losung mussen suchen, und das ist spater gekomen in die vorm von die UV-Enhancer. Es ist eine klein glimmlampe durch Sylvania entwickelt in die fruh 80er jahren, und gefertigd bei ihr Starter-werk in Costa Rica nicht nur fur Sylvania aber auch alle andere lampenherstellers. Es besteht auch ein klein stuck UV-durchlassend hartglas, gefullt mit niederdruck argon, und mit ein innenelektrode. Bei die erste UV-enhancers waren er zwei elektroden, aber dan muss man auch ein wiederstand gebrauchen und um die kosten niedrig zu halten, sind sie spaeter gegehen nach die ein innenelektrode samen mit ein extern capacitive aussenelektrode. Man kann ein stuck metal in die aussenkolbe von die lampe gebrauchen als extern electrode.

Die UV-enhancer muss geplatziert werden um sein UV-strahlung in die entladungsrohre zu brengen. Nur ein UV photon ist notwendig, also die UV-enhancer ist oft versteckt im lampensokkel usw, er mus nur ein linie von sicht sein zwischen die UV-enhancer und die entladungsrohre. Also die prinzip ist das bei zundung von die HQI lampen ein klein puls UV strahlung ist erst gemachen, das geht in die entladungsrohre schneller wie auf eine kosmische strahl warten, und dan kann die hauptentladung auch zunden.

Seit ungefahrt 2012 kann mann diese UV-enhancers auch in Europaische lampen finden, weil heute ist es verboden oder sehr schwierig um Krypton-85 produkten mit Luft zu transportieren. Philips hast inzwischen auch ein sehr kompact keramische UV-enhancer entwickelt, viel kleiner wie die Sylvania glas glowbottles, und diese passen besser in die aussenkolbens von die kleinere CDM lampen. Fur quartzlampen hast Sylvania ein noch kleinere und unsichtbar losung entwickelt, durch die UV-enhancer zu integratieren in die entladungsrohre. In ein von die quetschungen, ein klein argon blase werd gemachen rund ein von die molybden dichtungsbanden. Die molybdenband werkt als innenelektrode, und ein klein stuck metal um die entladungsrohre zu unterstutzen ist als aussenelektrode gebraucht. Diese zogenannt "Bubble-In-Press" zundhilfe kann mann finden in Amerikanische Quartz Metalarc lampen finden bis ungefahrt 100/175W. Die hohere leistungen haben kein zundhilfe notwendig weil er sind genug kosmische strahlen um diese zu zunden.
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Re: "Glimmlampe" in HQI-E

Beitragvon Bitburger » Sonntag 19. November 2017, 17:55

Hi James,

vielen herzlichen Dank für Deinen umfassenden, informativen Beitrag. Super!
Darauf wäre ich nicht gekommen, die "Sichtlinie" muss in diesem Fall durch die thermische Isolation der Brenner-Enden...
aber gut, so ein UV-Lichtquant hat Durchschlagskraft

Auf irgend einer Wiki Seite stand mal was von radioaktiv dotierten Elektroden, es gibt sogar
US-Patente auf radioaktive Zündkerten...alles was eine Entflammung erleichtert :goops:

Danke und Gruß
Christoph
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