Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Themen zu Gasentladungs-Lichtquellen.

Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon CDM-T 70 » Donnerstag 2. Juni 2011, 21:54

das interessanteste Stück aus deiner Aufzählung ist sicherlich die NF 250 01 72 gegenüberliegende HE 2 ZE 1 ZW ohne OVP.
Also hat man doch 1977 schon begonnen gegenüberliegende HE zu verwenden - das aber nicht generell.


Hallo Stefan,

ich bin etwas dolle überrascht. Ich selbst hätte das gute Stück eher auf Bj 87 / 2. Quartal geschätzt. Dieses Codiersystem habe ich eben noch nicht durchschaut. Aber vielleicht wird das irgendwann nochmal.
Ich habe übrigens die Tage noch eine baugleiche NF 125 00 94 I mit gegenüberliegende HE bekommen.

Gruß Micha
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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon stefan » Freitag 3. Juni 2011, 04:33

CDM-T 70 hat geschrieben:Ich selbst hätte das gute Stück eher auf Bj 87 / 2. Quartal geschätzt. Dieses Codiersystem habe ich eben noch nicht durchschaut. Aber vielleicht wird das irgendwann nochmal.
Ich habe übrigens die Tage noch eine baugleiche NF 125 00 94 I mit gegenüberliegende HE bekommen.


In der Regel hatte man 87 nur noch eine Ziffer, also die 7 und // für das 2. Quartal. Deine NF125-00 94 ist auch interessant... 4.Q. 1979 :green:
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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon CDM-T 70 » Freitag 3. Juni 2011, 05:48

Moin Stefan,

demnach ist mein Bestand aus den Jahren 1972 / 75 / 76 / 77 / 79 / 87 und 1989. Den Verpackungswechsel inbegriffen. Okay, dafür das ich erst wieder neu sammeln mußte, doch ein paar schöne Jahrgänge.
Ich kann mich auch an NF-125 erinnern, die keinen Glasnoppen hatten. Davon besaß ich auch mal eine, NF 125 21. Hatte ich irrwitzigerweise bei der Jugendweihefahrt 1987 in Brandenburg in der Jugendherberge abgegriffen. Aber die war in der Sammlung, die mein Herr Vater um die Ecke gebracht hatte. Aus welchen Jahren waren die eigentlich? Die hatten den ZW in der Regel kolbenseitig, ein Gestell, welches beide Seiten des Brenners einnahm und auch Haltebänder aufwies.

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon stefan » Freitag 3. Juni 2011, 09:15

CDM-T 70 hat geschrieben:demnach ist mein Bestand aus den Jahren 1972 / 75 / 76 / 77 / 79 / 87 und 1989. Den Verpackungswechsel inbegriffen.


Vorsicht! Ohne Kennung von Konstruktionsdetails kann man sich da trotzdem schnell vertun. Bis 1986 wurden noch 2 Ziffern gestempelt. Kann also gut sein, dass deine vermeintlichen 72, 75 und 76er tatsächlich aus den 80ern sind. Bis Mitte, teils Ende der 70er wurden in der Regel noch Haltebänder verwendet. Daran erkennt man sicher die 70er Jahre. Die Verpackungen sind auch nicht aussagekräftig. Es gab immer wieder einen Wechsel zurück zum blau/weißen Papier mit Wellpappe. Besonders Anfang der 80er bei NA 50/70W und dauerhaft verwendet für NF/NC/NA 400W und NF/NC 1000W. Oftmals war das Papier auch einfach weiß.

CDM-T 70 hat geschrieben:Ich kann mich auch an NF-125 erinnern, die keinen Glasnoppen hatten. Davon besaß ich auch mal eine, NF 125 21. Aus welchen Jahren waren die eigentlich? Die hatten den ZW in der Regel kolbenseitig, ein Gestell, welches beide Seiten des Brenners einnahm und auch Haltebänder aufwies.


Ohne Vertiefung im Kolben bei 80/125W wurde ca. von 1964/65 bis 1975/76 gebaut. Davor (ab 1960/61 bei BGW) waren flachere, kegelartig spitz zulaufende und danach die zylindrisch, rund endenden Vertiefungen im Lampenkolben. Ausnahmen bildete in o.g. Zeit lediglich die HQV 125, die immer eine Vertiefung besaß (beide beschriebenen Formen wurden dabei verwendet). Vor 1960 hatten 80/125W-Lampen die Form einer 200W-Glühlampe ohne Vertiefung. Gleiches galt für die HQV.

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon CDM-T 70 » Freitag 3. Juni 2011, 20:49

Hallo Stefan,

Du stellst jetzt gerade Eure eigenen Angaben in Frage. Die 72-iger und 75-iger sind die HQV, die wir ja in der Bucht ergattert haben. Gut, die 400ter könnten auch gut 85iger sein. Sie haben keine Haltebänder für den Brenner. Demnach dürfte, Deiner Angaben nach, die NF 125 01 64 diagonale HE 2 ZE 1 ZW alte OVP (Papier+Wellpappe)-(Halteband) die letzte "UNKLARE" aus der Codierung sein.

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon stefan » Samstag 4. Juni 2011, 08:26

CDM-T 70 hat geschrieben:Du stellst jetzt gerade Eure eigenen Angaben in Frage. Die 72-iger und 75-iger sind die HQV, die wir ja in der Bucht ergattert haben. Gut, die 400ter könnten auch gut 85iger sein. Sie haben keine Haltebänder für den Brenner. Demnach dürfte, Deiner Angaben nach, die NF 125 01 64 diagonale HE 2 ZE 1 ZW alte OVP (Papier+Wellpappe)-(Halteband) die letzte "UNKLARE" aus der Codierung sein.


Wieso in Frage? Nur vom Datumstempel könnte es so sein. Ich brauche immer Bilder, bzw. genaue Detailangaben, sonst hat man sich schnell mal um 10 Jahre vertan. Ist mir schon passiert. Bei den HQVs bin ich mir sicher, denn die habe ich ja selbst gesehen. Wären die Brenner bei diesen ohne Halteband, müssten wir 10 Jahre draufschlagen. Und so wie du die o.g. Lampe beschreibst, ist sie vom 4.Quartal 1976... Was ist da unklar? :g?

Gruß Stefan



[edit] Okay, ich hab noch mal über den Text geschaut... hab mich bissl blöd ausgedrückt: Ich meinte weiter oben mit
kann also gut sein, dass deine vermeintlichen 72, 75 und 76er tatsächlich aus den 80ern sind

nicht wirklich DEINE in diesem speziellen Fall, sondern das "deine" allgemein, salopp für jeden, der das hier liest. Ich wollte damit nur noch mal klar machen, dass man nicht einfach nur den zweistelligen Zifferncode dahernehmen kann, ohne Konstruktonsdeitails zu beachten. Außerdem ging ich davon aus, dass in deiner Aufzählung nicht die HQVs gemeint sind, sondern evtl. NFs... manchmal wirds mit den Texten einfach zuviel und unüberschaubar. :goops: Man macht halt zwischdurch zuviel Anderes und ich bin zu faul oder mir fehlt die Zeit mich in die Beiträge weiter oben wieder reinzuhängen :DD [edit]
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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon CDM-T 70 » Samstag 11. Juni 2011, 22:31

Hallo Leute!


Ich habe einen Neuzugang. Vom Prinzip her nichts ungewöhnliches, eine NF 80-01 54 II. Merkmale bei der Leuchte sind, HE mit Emitterpille diagonal, Haltebänder, 1 ZW sockelseitig, keine Glasnoppe. Und nun der Clou, der Brenner hat die Platinbemalung, ist aber normal gequetscht, wie bei allen neueren Typen.
Ich denke, diese ist eindeutig 1975 zu zuordnen. Aber was bedeutet hier wieder die Platinbemalung, und welchen Zweck erfüllt diese???

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon stefan » Sonntag 12. Juni 2011, 10:15

Hi Micha,

also ein Aufbau wie bei dieser hier von 1975?

Bild

Die hat zwar keine Platinbemalung, aber einige meiner NARVA-Lampen vor dieser Zeit haben diese Bemalung noch. In jedem Falle mehr 50 und 80W, seltener 125W-Lampen. Bei größeren Hochdrucklampen sieht man diese gar nicht.

Die Platinbemalung hatte den Zweck, Lampen mit kleineren Leistungen einen schnelleren Lampenstart zu ermöglichen, weil der Platinspiegel in den Rundungen der Brennerenden wie ein Hitzereflektor wirkt und damit die Wärmestrahlung der Elektroden in die Brennermitte konzentriert, was ein schnelleres Verdampfen des Quecksilbers zur Folge hat. Das hat man später wohl aus Kostengründen eingestellt.
Zu Zeiten von Mitteldrucklampen wurde generell eine Platinbeschichtung aufgetragen, da die Entladungstemperaturen geringer und die Gefäße viel größer waren.

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon CDM-T 70 » Sonntag 12. Juni 2011, 10:57

Hallo Stefan,

Ja, genau dieser Aufbau, aber eben mit dem Platinspiegel und mit Leuchtstoff.
Macht das wirklich soviel aus beim hochlaufen der Lampe?

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Re: Elektroden bei NA*VA 125 W HQL

Beitragvon stefan » Sonntag 12. Juni 2011, 11:12

CDM-T 70 hat geschrieben:Macht das wirklich soviel aus beim hochlaufen der Lampe?


Nur bei recht niedrigen Umgebungstemperaturen. Die "kleinen" Lampen brauchen bei -20°C ohne Platinbeschichtung schon mal 8 min bis zur vollen Leistung. Mit sind es 4-5 min. Bei Zimmertemperatur macht es kaum was aus.
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