Schaden an der Alu.-Wicklung

Themen zu Vorschaltgeräten, Leistungsumschaltern, Zündgeräten, Kondensatoren, Fassungen u.Ä.

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Montag 25. Mai 2015, 13:20

Na Stefan, ich glaube nicht das die Drossel sich vor oder nach dem Platzer verändert hat. Die hatte schon vorher eine Macke weg!
Also irgendwo einen feinen und kleinen Wicklungsschluss. Aber zum Ausslösen des Automaten hat es noch nicht gereicht.
Nur ich habs nicht gemerkt, weil ich die Amsel nur blöderweise mit Obst auf "Durchgang geprüft" habe. Und später dafür Lehrgeld in Form
einer richtigen Lampe bezahlt habe :gcry: ,..weil ich die eben nicht einer richtigen "Prüfung" unterzogen habe.
Nur nach optischen Gesichtspunkten kann man bei Amseln eben nicht gehen. Auch wenn die Amsel noch so gut aussieht :gwink: ,
hatte sie leider ein tödliches "Geheimniss" in sich. :sm035: Diese Glasei fessende Todesamsel. :waste:

Nach dem Schock habe ich natürlich kein weiteres Glasei mehr an der Amsel getestet. Das war das letzte Glasei, was die von mir bekommen hat.
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon stefan » Montag 25. Mai 2015, 13:33

Na ja, wie auch immer... Das die Drossel keine Leistung mehr aufnimmt, hat in jedem Falle mit einer defekten Wicklung zu tun. Mich würde jedenfalls mal die kalte Impendanz interessieren!
Alle Menschen sind klug;
die einen vorher, die anderen nachher.
Benutzeravatar
stefan
Administrator
 
Beiträge: 2817
Registriert: Dienstag 8. März 2011, 15:56
Wohnort: Erfurt

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Matthias » Dienstag 26. Mai 2015, 00:01

Jo,würde auch sagen,das die (fast)vollen Schluß hat!

Wenn´s die Lampe mit hochjagt,dann ist da nicht mehr viel!
Hab schon weiße Rauchwolken aus ner 125´er Weltordrossel aufsteigen sehen,da war der ganze Keller zugequalmt!Aber die Lampe brannte noch und hat´s überlebt!

Also schmeiß weg das Ding!
Matthias
 
Beiträge: 407
Registriert: Dienstag 26. April 2011, 13:34
Wohnort: Nordhausen

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Dienstag 26. Mai 2015, 09:35

stefan hat geschrieben:[...] Mich würde jedenfalls mal die kalte Impendanz interessieren!

Jo!! ... das hatte ich schon gemacht, habs aber leider wieder vergessen. :g? Mmmhm..abnormale Werte sind mir nicht aufgefallen, aber ich denke dran!
Matthias hat geschrieben:Hab schon weiße Rauchwolken aus ner 125´er Weltordrossel aufsteigen sehen,da war der ganze Keller zugequalmt! [...]

Bei mir hatte im letzten Winter ein neuer RFT MKP 10µF Kondi (die Trockentypen, ohne Füllung) mal im wahrsten Sinne des Wortes "Dampflok" gespielt.
Aus den zwei kleinen Löchern die sich in der Sicke unterhalb der Anschlussklemme befinden, fing es plötzlich an stark zu qualmen.
Richtig dicker weißer Qualm kam dort mit ordendlich Druck aus den zwei kleinen Löchern herraus geschossen. Wie bei einer Dampflok!! :greek:
Unsere Modellbahnfreunde hier im Forum, hätten ihre wahre Freude an so einem netten Effekt gehabt. Hab zuerst noch gedacht irgendwo schmorrt
da ein Kabel an der Drossel? Sofort auf den Schock, gleich den Hauptschalter rumgerissen, nicht das mir wegen sowas noch die Bude abfackelt.
Nee!! es war der Kondi, der plötzlich nicht mehr wollte. :gsad: Der hat richtig gekocht!! :gshock: Und der Kondi-Qualm hat natürlich fürchterlich gestunken. Richtig zum :sm078: Halb im warmen Zustand irgendwie aus der Leuchte rausgerissen und schnell nach draußen zum ausstinkern gelegt.
Puh!! Ich hab den Gestank trotz intensiven lüftens, nicht so einfach aus der Bude bekommen! Möchte nicht wissen was da für eine giftige Wolke aus dem Kondi geschossen kam. Dauerlüften im Winter ist nicht so einfach, wenn's Drinne ordendlich nach gekochten Kondi stinkt.
Nach zwei Tagen ging es dann aber wieder.

Matthias hat geschrieben:Also schmeiß weg das Ding!

NEE!!...aber doch irgendwie schade und traurig!! die "schöne" Drossel...:gcry: :gcry: :funeral: :gcry: :gcry:

Nun wieder zurück zum eigendlichen Thema hier, ich hab schon mal die technischen Daten einiger Isolierlacke studiert.
Welcher Temperaturbereich der Isolacke wäre für so eine Aludrossel richtig?? Würden da noch Isolacke bis ca. 120°C noch gehen??
Oder gleich lieber die Isolacke auf Silikonbasis dafür nehmen? Das Thema Viskosität spielt da natürlich auch eine wichtige Rolle.
Ich denke das die Silikonbasierten Isolacke da durchaus etwas zäher sein "könnten" als ihre Arcylkollegen.
Das Zeug soll ja möglichst in alle Ritzen und Kapilaren sich verkriechen. Hätte da Jemand einen Tipp für mich?? :g?:


ps: habe mein Avatarbild mal auf "Sommer" umgestellt. Auch wenn man es nicht richtig gesehen hat, der Löffel im Bild vorher
hatte ja noch ein richtiges Schneehäubchen mit Eiszapfen dran. Der darf sich dann im Winter wieder präsentieren.

Viele Grüße
Alex :g)

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von Löffel am Dienstag 26. Mai 2015, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Matthias » Dienstag 26. Mai 2015, 11:49

Da kann ich dich beruhigen,
die weißen Wolken aus dem MKP ist "nur" verschmorte Plastefolie!Sicher nicht gesundheitsfördernd,aber PCB oder ähnliches haben die nicht verwendet!Auch die normalen MP mit Öl haben dieses Zeug nicht drin.
Das war bei uns schon vor der BRD verboten!

Nur bei den älteren HQZ´s musste aufpassen,da sind´s Elkos mit Chlordiphenyl(PCB)!
Matthias
 
Beiträge: 407
Registriert: Dienstag 26. April 2011, 13:34
Wohnort: Nordhausen

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Mittwoch 27. Mai 2015, 12:19

So Leute, hab mal "böse" VG wieder aus dem Keller geholt und es mir noch ein mal genau angeschaut. Hatte es zwar letzten Sommer zur Reko.
Aber da es mir wie schon gesagt, beim richtigen Volltest mit Lampe den Brenner zerschossen hat, habe ich es erstmal wieder in die Schrottkiste gelegt.
Folgendes habe ich nun festgestellt: Das VG hat jetzt keinen Durchgang mehr zwischen 0 und 2 Abgriffen für 80 oder 125W.
Soll heißen, der Fehler muss in diesem Bereich bis zum 80er Abgriff liegen. Es hat jetzt nur noch Durchgang zwischen den beiden Abgriffen 80 -125W. Da „messe“ ich mit Müh und Not so etwa 3 Ohm mit dem MuttiMeter. Die Restlichen Kombinationen sind alle tot, da messe ich auch nischt mehr.

Der “Brennerplatzer“ hat glaube ich doch noch den Schaden in der Wicklung vergrößert bzw. dann auch noch komplett richtig unterbrochen. Vorher hatte es ja wenigstens noch mit Obst Durchgang zwischen der 0 und 125W. Das würde auch die 0,00W Anzeige mit dem Wattmeter erklären, Power geht rein (bleibt da irgendwo in der Wicklung liegen, weil ja unterbrochen) kommt jetzt aber nicht wieder “raus“. Da das VG erst einen leichten Windungsschluss hatte,
bzw. noch an der Stelle Durchgang hatte bzw. jetzt einen richtig harten Schluss hat. So jedenfalls wäre der “Brennerplatzer“ zu erklären.
Das es aber trotzdem noch etwas brummt, kann aber trotz des internen Schlusses immer noch möglich sein.
Und noch was, ich habe das Kreppband entfernt und nachgeschaut, es ist ein VG aus Oschatz und nicht ein Weltor aus Weida. :goops:

Bilder vom VG hätte ich euch gerne gezeigt aber der Bilderhoster 250kb ist zur Zeit nicht erreichbar!! :g?
Werde versuchen die Bilder ggf. später noch nach zureichen.
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon stefan » Mittwoch 27. Mai 2015, 13:38

So hab ich mir das schon gedacht. Die schon beschädigte Wicklung ist beim Brennerplatzer ganz durchgegangen. Jetzt kannst du das VG maximal noch als Zusatzimpendanz von 125 W auf 80 W verwenden, oder wegwerfen... :green:
Möglicherweise hattest du vorher schon einen Schluß zwischen Netzklemme und der 125er Anzapfung, so dass nur das kleine Stück Wicklung zwischen der 125 und 80 als Restwiderstand aktiv war. Dieser ist natürlich so klein, das er in jedem Falle auch eine 80er Lampe killt! Bei 125 W war es dann ein folgerichtig ein harter Schluß.
Alle Menschen sind klug;
die einen vorher, die anderen nachher.
Benutzeravatar
stefan
Administrator
 
Beiträge: 2817
Registriert: Dienstag 8. März 2011, 15:56
Wohnort: Erfurt

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Mittwoch 27. Mai 2015, 14:02

So!!! Bilderhoster ist nun wieder erreichbar. :green:
Erstes Bild:
Bild
Hier ist die "todes" Amsel. Leider umsonst aufgearbeitet. So würde dann später ein fertiges und aufgearbeitetes Vorschaltgerät aussehen.
Ein EBO aus Oschatz, in liegender Ausführung von Q4 1976, wenn ich den Stempel richtig deute.


Bild
Hier die Rückseite

Bild
Hier ein mal näher. Habe die Anschlüsse frei gemacht, um hier besser messen zu können.
Wie gesagt, nur zwischen dem 80er und dem 125er Abzweig (die beiden gelben) kann man irgendwie noch was messen.
Der ohne Tülle ist der 0. Die Klemmen sind leider auch schon sehr ausgelutscht und brüchig, von der ganzen Wärme.

Ich habe auch noch solche Vorschaltgeräte auf Lager. Die sind aber definitiv reif für den Elektrofriedhof. :waste: :funeral:
Das ist ja schon richtiger Blätterteig. Die Amsel zerbröselt schon beim Anfassen mit den Händen. :greek:
Mich würde es nicht wundern, wenn dieser Rostklumpen dann auch noch funktionieren würde. :sm021:
Habe schon mal versucht die kurz "durchzupiepen". Aber noch ohne Durchgang bzw. keine Kontaktschleife. :g?
Scheint momentan noch zuviel harter und festgebackener Rost auf den Klemmschrauben zu liegen.

Aber da sag ich mir: Nun..mit ein bisschen Silikon, wird das schon!..und die Amsel wieder Neu und schön! :rofl: :grazz:
Bild
Bild


Alex :g)
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Donnerstag 4. Juni 2015, 14:51

stefan hat geschrieben:...Jetzt kannst du das VG maximal noch als Zusatzimpendanz von 125 W auf 80 W verwenden, oder wegwerfen... :green:

Ooch, als echten Designer Briefbeschwerer macht sich so eine olle Amsel für einen perfekt organisierten Schreibtisch immer noch ganz gut!! :green:
Mal sehen ob sich in der Bietbucht jemand dafür findet?? :grazz: Ich wette die kloppen sich drum!! :gwink: :sm021:
Allein schon wegen den drei magischen Buchstaben in meiner Artikelbeschreibung: "D D R" :rofl: :rofl: :rofl:
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

Re: Schaden an der Alu.-Wicklung

Beitragvon Löffel » Samstag 22. August 2015, 10:28

So Leute!!.. dann jehts wie versprochen, wieder endlich weita mit den zwo kranken ALÜ-Amseln!! (auf Hochdeutsch: zwei Vorschaltgeäte mit einer Aluminiumwicklung statt Kupferwicklung)
Die Sprechstunde beim Elektrodokter Prof. Dr.Dr. von und zu Alu-Löffel, hat hier folgende Diagnose festgestellt:
Also wie Ihr hier sehen könnt, handelt es sich hierbei um ein typisches Vorschaltgerät mit beschädigter Aluwickung. Obwohl das Typenschild fast nicht mehr lesbar ist, fehlt jedoch der Zusatz des kleinen Buchstaben "a" in der Bezeichnung, das es sich hierbei um eine Aluminiumwicklung handelt. :greek:
Es steht nur HQD 80 drauf obwohl es defintiv mit Aluminium gewickelt ist. So wie hier unten auf dem Bild!

Bild


Hier das zweite VG, Beschriftung ist deutlich besser lesbarer.

Bild

Aber hier unten auf dem Bild ist die Wicklung schon deutlich beschädigter wie bei der ersten Amsel. Blanke Aluwicklung ohne Isolierung!!


Bild

So und jetzt kommt das komische an den beiden VG's!! Was ist hier deutlich auf dem Blechwinkel zu sehen!! :greek: :greek:

Bild

Also ich bin erstmal etwas sprachlos!! Zwei Stempel!! Links von Transformatorenwerk Falkensee bei Berlin und weiter rechts der Stempel aus dem Reicherbacher Transformatorenwerk im thüringischen Vogtland. Gelabelt ist die Amsel aber offiziell als Falkenseer Amsel. :g?

@Glasei, Du sitzt doch an der Quelle, kannst Du hierzu Hinweise geben wiso eine Amsel gleichzeitig 2 Stempel aus 2 verschieden Produktionsstätten hat??
Die dazu noch hunderte Kilometer weit weg von einander entfernt sind?? :g?: :g?

Wenn kein Stempel drauf ist, wäre das klar. Oder einer von beiden, wäre auch noch klar, das hier im Zuge der sozialistischen Planerfüllung,
mal schnell ein anderes Typenschild verwendet wird. Damit lt. Buchführung hier am Ende der Plan wieder erfüllt ist, und alle Ihre Jahresendprämie bekommen.

Aber gleich zwei Stempel?? Von der Bauart mit der schwarzen Lackierung dürfte es aber eher eine Reichenbacher Amsel sein. Die Falkenseer waren doch immer nur mit klaren Isolack getaucht ohne zusätzliche schwarze Lackierung wie bei den Reichenbacher Amseln. Mal ganz blöde geacht, das Reichenbach Trafowerk hat die Amsel hergestellt, Stemel drauf, Plan erfüllt! Verschickt nach Falkensee, Stempel & Typenschild drauf, beide Produktionsstätten haben ihre Pläne mit mit nur ein und dem selben Vorschaltgerät erfüllt! Würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn es tatsächlich so wäre??
Was sagt Ihr dazu?? Habt Ihr auch ein Vorschaltgerät mit 2 Stempeln gesehen??

Grüße :g)
Benutzeravatar
Löffel
aktives Mitglied
 
Beiträge: 1987
Registriert: Donnerstag 5. März 2015, 13:04

VorherigeNächste

Zurück zu Betriebsgeräte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste