KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

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KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Bitburger » Mittwoch 4. Januar 2017, 00:25

Guten morgen zusammen,

würde gerne etwas fragen:

Welche Effekte ergeben sich, wenn konventionelle Vorschaltgeräte für Entladungslampen,
die noch aus Zeiten der 220V Netzspannung stammen, heute weiterbetrieben werden?

Kann man dies ohne Bedenken tun, oder ergeben sich Nachteile für den Betrieb
und am Ende gar Verkürzung der Lebensdauer für die betriebenen Leuchtmittel ?

Habe hier noch zwei HQL Strahler mit 220V KVG's für die ich nur noch mit viel Mühe
Birnen von Sylvania-FRANCE bekommen habe. Eine 125W-Leuchte habe ich gerade
auf ein neues VS-Vorschaltgerät umgebaut, da das alte (May-Christie) für meinen
Geschmack unnatürlich warm wurde (delta T laut Aufdruck nur 60°K, aber deutlich
wärmer als das gleiche Gerät als 230V Version)

danke vorab und viele Grüße

Christoph
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Topfleuchte » Mittwoch 4. Januar 2017, 21:44

Sehr interessante Frage! Ich habe mir auch letzte Woche überlegt was wohl passiert wenn man ein solches VG mit heutiger Netzspannung betreibt :g?: , da ich mit sehr hoher warscheinlichkeit auch bald eins bekomme.

Gruß
Topfleuchte
Trick 17: Mach's Licht an wenn's Dunkel ist! :change_bulb:
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Alex » Mittwoch 4. Januar 2017, 22:27

Es wird schonmal wärmer und der Strom für die Lampe ist etwas höher, was bei HQLs meines Wissens nicht weiter schlimm ist, denn die sind ziemlich widerstandsfähig (Vorausgesetzt es sind Qualitätslampen)
Ihr habt Lampen, Leuchten oder Starter die ihr nicht mehr braucht oder wollt?
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Löffel » Mittwoch 4. Januar 2017, 22:28

Also exakt physikalisch und mathematisch erklären kann die das der IngoZ, theoretisch ist da ein großteil der alten 220V VG heute auch noch in Betrieb,
ohne das es hier zu nennenswerten Frühausfällen kommt. Die heutige Netzspannung darf ja auch gewisse Toleranzen nach oben wie auch nach unten haben.
Wir sind trotz der 10Völter mehr, hier immer noch im grünen Spannungsbereich. 20V mehr sind da schon was anderes. Da verkürzt sich auch die Lebens-
dauer der Vorschaltgeräte. Einige haben hier noch Vorschaltgeräte aus den 50er Jahren, die heute trotz 230V immer noch problemlos funktioneren.

Aber mal sehen was die studierten :gugeek: hierzu sagen??
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Bitburger » Mittwoch 4. Januar 2017, 22:40

Hi, danke Euch. Ja, das ist ein sehr gutes Argument, große Teile der alten Straßenbeleuchtung funktionieren bis heute, wenn man sie
denn nicht aus anderen Gründen umgebaut hat.

Habe während ich für den Beitrag hier auf Freischaltung gewartet habe, nochmal etwas recherchiert und
irgendwo gelesen, dass die Leistung "grob quadratisch steigt".

Könnte mir das höchstens via P=U*I erklären, wenn man nun annimmt dass bei höherer Spannung eben auch mehr Strom fliesst.
Also GROB eben genährt via:

(U+ein wenig mehr)*(I+ein wenig mehr) ~(ein wenig mehr)²...andere Terme des Binoms mal ausser Acht gelassen

Also, von 230V (worst case 220V-Zeit) auf 250V (worst case heute) wären etwa 18% mehr Leistung, die in der Lampe umgesetzt wird.

In diesen Tagen messe ich hier in der braunschweiger Wohnung nur müde 218-220 V aus der Steckdose,
zu hause sind es bisher seit 2002 stichprobenartig gemessen immer ziemlich genau 230V gewesen, also
weit weg vom "worst case".

Aber 20% mehr Leistung sollten sich evt. doch durch eine verkürzte Lebensdauer bemerkbar machen.

Mist, hab keine Lust jetzt immer auf die Netzspannung zu achten, möchte aber auch nicht ohne Not die alten und eben ORIGINALEN
Drosseln aus den schönen BEGA Strahlern werfen...

Man könnte mal schauen ob es eine Statistik gibt, wie viel der Zeit seit 230V-Vereinheitlichung tatsächlich mehr als 230V angelegen haben.

Vielleicht sollte man vor Dauerbetrieb nicht mehr verfügbarer Leuchtmittel dann doch umbauen?
Für eine 125W Leuchte habe ich das gestern schon gemacht, da wurde mir das alte KVG gefühlt zu warm...allerdings
schon bei obigen 220V, kann sein, dass es hier wirklich nur an der Drossel selber lag.

Gruß Christoph
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Alex » Donnerstag 5. Januar 2017, 08:22

Bei Hql ist das ebene kein so großes Problem aber bei HQI (Metall Halid Lampen) schon, die haben meistens 2 Eingänge für 2 Spannungen, hab gerade keins da :gl:
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon HQI-TS » Donnerstag 5. Januar 2017, 12:34

Ich hab auch noch einige HQL Leuchten in betrieb mit 220V Drosseln drin da hält die Lampe aber auch so 6 jahre (250W) wen sie täglich so 10h leuchtet.
Fals du HQL Leuchtmittel brauchst einfach mal beimir melden :sm040:
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Lampenfreak » Freitag 6. Januar 2017, 21:19

Also ich kann dir sagen, die 10V mehr machen etwa 25% mehr an Leistung aus - im VG und der Lampe. Bei Qualität kein Problem. Aber bei PRC halten die so schon nicht mit VVG.
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon Alex » Freitag 6. Januar 2017, 22:30

PRC sind so Ober so :waste: :waste:
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Re: KVG's aus 220V~ - Zeit am Netz von heute-> o.k.?

Beitragvon HQI-TS » Freitag 6. Januar 2017, 22:43

Im dauerbetrieb halten die 250W Osam P.R.C. 5 jahre durch wen man das Vorschaltgerät auf 250V anklemmt :sm040:
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